Werke von acht Frauen

Große Ausstellung in der Kreissparkasse Verden : Kunst von Freundinnnen

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Stellten die Ausstellung auf die Beine: Ulrike Eberhardt, Helga Könecke, Wiltraud Krink, Ulla Pabst, Edda Ballschmieter, Hannelore Pohlmann und Anita Hellmann (von links).

Verden - Von Christel Niemann. Viel Kunst ist für die Dauer von drei Wochen in der Kundenhalle der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse Verden zu sehen. Eine Gruppe von acht kreativen Frauen um Ulla Pabst hat ihre erste öffentliche Ausstellung auf die Beine gestellt. Entstanden sind die Kunstwerke im Atelier von Pabst, das einmal wöchentlich kreativer Treffpunkt für Edda Ballschmieter, Ulrike Eberhardt, Anita Hellmann, Helga Könecke, Wiltrud Krink, Uschi Oeynhausen, Lore Pohlmann und Sabine Quast ist.

„Der Damenkreis funktioniert seit annähernd 30 Jahren“, erzählte Pabst anlässlich der gut besuchten Vernissage. Bereits 1982 sind die ersten Kreativlinge zusammengekommen. Von den Gründerinnen der Gruppe sind bis heute noch Lore Pohlmann und Uschi Oeynhausen dabei. „Es ist ein Kreis von Rentnerinnen“, so Pabst. „Die jüngste ist um die 60, die älteste mehr als 80 Jahre alt. Es sind Lehrerinnen der unterschiedlichen Schultypen, eine Hausfrau und Mutter von vier Kindern, folglich die Leiterin eines Familienbetriebs, eine technische Zeichnerin und eine Sekretärin, die sich hier zusammengefunden haben“, sagte Pabst in ihrer Begrüßungsrede. Was aber alle eine, sei die kontinuierliche, teils jahrzehntelange Auseinandersetzung mit der Kunst und die Bereitschaft, immer wieder Neues zu lernen.

Pabst ging auf die Vielfalt der in der Ausstellung gezeigten Techniken ein, in der neben Zeichnungen mit Bleistift, Pastell- und Ölkreide auch Radierungen, Linolschnitte und Acrylbilder sowie mit Künstlerfarbstiften gemalte Bilder zu bewundern sind. Letzteres sei eine Besonderheit, wie Pabst sagte. In einer Glasvitrine ist außerdem noch eine kleine Auswahl an Plastiken zu sehen. Sie sind mit Zeitungspapier, Gipsbinden und Modelliermasse geformt und, wie unschwer erkennbar ist, teils durch die Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle inspiriert sind.

Pabst ging auch auf die Bildinhalte und -vorlagen einzelner Arbeiten ein, die eigene Kompositionen oder Interpretationen von Werken bekannter Künstler sind. So hat die Malerin Gabriele Münter eine große Faszination auf die Gruppe ausgeübt, insbesondere nachdem sie gemeinsam eine Ausstellung der bekannten Künstlerin in Köln besucht haben. Pabst: „Die Auseinandersetzung mit den Originalen beflügelt enorm und setzt einen ebensolchen Tatendrang in Gang.“ Aber auch Horst Janssen, als der bekannteste Radierer Deutschlands, Paul Klee, Paula Modersohn-Becker oder Anita Rée inspirierende Spuren hinterlassen. Pabst sprach auch noch von der Skepsis, mit der einige der Damen zu Beginn der Zeit ihr eigenes kreatives Potenzial bewertet hätten. „Kunst, das kann ich nicht“, habe sie öfters zu hören bekommen, dabei treffe das nur ganz selten zu. „Wir treten hier den Gegenbeweis an und zeigen, das mit einer guten Anleitung sehr viel erreicht werden kann. Es geht schließlich nicht darum, eine bekannte Größe in diesem Bereich zu werden, sondern Freude am eigenen Gestalten zu finden.“

Die Gruppe werde jedenfalls so lange zusammen arbeiten, solange es Freude bereite, und sollte jemand dazustoßen wollen er herzlich eingeladen. Den letzten Satz ihrer Rede sagte Pabst an ihre Kolleginnen gewandt: „Ich bin stolz auf euch.“

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