Freundschaften geschlossen

Fünf Jugendliche aus Verden nehmen am Eurocamp in Formigine teil

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Bürgermeister Lutz Brockmann und Odile Maiwald mit den Eurocamp-Rückkehrern (v.l.).: Emily Karius, Valentin Carsten Siemke, Pia Kämpfert, Verena Bening und Meret Krippendorff.

Verden - Fünf junge Verdener nahmen vom 20. Juli bis zum 2. August am fünften Eurocamp in der italienischen Stadt Formigine, der Partnerstadt Saumurs, teil. Gemeinsam mit 20 anderen Jugendlichen aus Havelberg, Saumur, Warwick und Formigine verbrachten sie einige interessante Wochen und lernten nebenbei die Kultur und Sprache der anderen kennen und schlossen Freundschaften.

Daneben arbeiteten sie an verschiedenen Projekten, gestalteten Bänke für den „Resistenza Park“, den größten öffentlichen Park der Stadt. Im Rathaus erzählten gestern Meret Krippendorff (18), Verena Bening (17), Emily Karius (16), Pia Kämpfert (16) und Valentin Carsten Siemke (16) von ihren Erlebnissen.

Schüler lernen sich dank ausgefallener Flüge besser kennen

Meret ist Schülerin der BBS, die anderen vier besuchen das Gymnasium am Wall. Die fünf bereuen ihre Reise nicht, obwohl bereits der Hinflug mit Hindernissen verbunden war. Durch mehrere Unwetter fielen einige Flüge aus, zudem war die Maschine überbucht, so dass die fünf Jugendlichen erst mit einem halben Tag Verspätung in Formigine ankamen. „Die Nacht auf dem Flughafen hat uns aber gut getan, um uns kennenzulernen“, sieht Meret das Positive an der Sache.

Untergebracht waren die Jugendlichen in einer ehemaligen Schule, geschlafen wurde auf Feldbetten. „Sie waren aber bequem“, versichert Emily. Allerdings seien die Mädchentoiletten zunächst ein Schock gewesen. Es handelte sich um „türkische Toiletten“, bei denen man sich über ein Loch im Boden hockt. Die Vormittage verbrachten die jungen Leute hauptsächlich mit der Arbeit an den Projekten. Für jedes Land wurde eine Parkbank gestaltet, eine weitere Bank war Europa gewidmet. Viele Italiener hätten ihre Arbeit bemerkt und sich darüber gefreut, erzählt Emily.

Essen alle Deutschen so viel?

Ein weiteres Projekt war das Designen von Wegweisern am Computer. Verständigungsprobleme habe es keine gegeben, versichern die Eurocamper. Damit jeder der Unterhaltung folgen konnte, hätten sie sich hauptsächlich auf Englisch unterhalten. Oft sei die Frage gewesen: „Wie ist das denn bei euch?“. „In Warwick gibt es kleinere Klassen, das ist besser“, findet Meret. Emily zählt die Vorzüge Italiens auf. „Das Wetter ist schöner, das Essen schmeckt besser und es gibt keinen Numerus Clausus.“ „Die anderen haben gefragt, ob es normal ist, dass Deutsche so viel essen“, schmunzelt Meret. Die Jugendlichen aus Deutschland haben aber auch einmal für die anderen gekocht, es gab Currywurst und Apfelkuchen. In den Diskussionen unter den Teilnehmern war natürlich auch der Brexit ein Thema. „Die Jugendlichen sind alle gegen den Brexit und wollen lieber in der EU bleiben“, weiß Emily.

Obwohl sich auch der Rückflug verzögerte, denken alle fünf gern an die Zeit in Italien zurück. Sie versprachen Bürgermeister Brockmann, tüchtig für das nächste Eurocamp Werbung zu machen, das Saumur ausgerichtet.

ahk

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