Neujahrsempfang der Kreisfeuerwehr

Kritik an Übergriffen und gewaltbereiten Gaffern

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Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Verden - „Die Feuerwehr steht für eine Gemeinschaft, die Menschen Hilfe leistet, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und dem Ansehen der Person – Feuerwehr steht für solidarisches Miteinander, Zusammenhalt, Kameradschaft und eine verlässliche Gemeinschaft.“ Dieses Leitbild gelte heute mehr denn je, betonte Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling beim Neujahrsempfang der Kreisfeuerwehr in der FTZ.

Fehling sprach die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte bei Notfällen, vor allem im Rettungsdienst, aber auch gegen Feuerwehrleute an. Er kritisierte die Gaffer, die bei Bränden oder Unfällen und weiteren Hilfeleistungen die Arbeit behinderten. Zudem appellierte er an die Autofahrer, bei Staus zügig eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge zu bilden.

Neben der Einsatzbereitschaft ständen für die Feuerwehr die zukünftigen Projekte im Fokus, erläuterte der Kreisbrandmeister. So sei die Realbrandausbildung, wo Aktive bei realitätsnahen Übungen wichtige Erfahrungen sammelten, ein Meilenstein in der Geschichte der Ausbildung. In unmittelbarer Nachbarschaft zur FTZ entstehe im Herbst diese Anlage. Nervenaufreibend sei die Umstellung der Alarmierung, die nicht nur ihm „graue Haare“ wachsen ließe.

Unwetterlage hält Feuerwehr in Atem

Was in diesem Jahr einsatztechnisch unter anderem auf die Feuerwehren zukommen werde, wisse keiner, so Fehling. Es sei nur zu hoffen, dass die Einsatzkräfte nicht zu ähnlichen Groß-Einsätzen wie 2017 ausrücken müssten. Neben den Unfällen auf der Autobahn seien die Feuerwehren zum Hochwassereinsatz in den Landkreis Hildesheim ausgerückt. Für die Stadt Verden seien die Amokfahrt in das Rathaus sowie der Einsatz bei der Kläranlage markant gewesen. Schließlich habe im Herbst die Unwetterlage mit Herbststürmen nicht nur die Feuerwehr in Atem gehalten.

Der schon seit vielen Jahren stattfindende Neujahrsempfang diene dazu, den persönlichen Kontakt zu pflegen und gute Gespräche zu führen, betonte Fehling. Er dankte in seinen Ausführungen den Mitgliedern in den Feuerwehren, den Vertretern aus Politik und kommunalen Verwaltungen sowie den weiteren Hilfsorganisationen und der Polizei für deren Engagement und die reibungslose Unterstützung.

Über 2. 400 Ehrenamtliche

Das Brandschutzsystem mit über 2. 400 ehrenamtlich tätigen Männern und Frauen könne zudem nur funktionieren, wenn Arbeitgeber ihre Mitarbeiter zu den Einsätzen freistellten. Fehling freute sich daher, Wolfgang Reichelt vom Unternehmensverband Rotenburg/Verden sowie Eginhard Engelke seitens der Kreishandwerkerschaft begrüßen zu können.

Einen Dank richtete Fehling auch an den scheidenden Kreiswaldbrandbeauftragten Andreas Junge. Dieser habe in vielen Ausbildungen Aktive geschult und auf die besonderen Gefahren bei Einsätzen in den waldreichen Gebieten hingewiesen. 

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