Freilauffläche im Stadtwald

Hundegebell sorgt für Stress bei den Nachbarn

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Immer mehr Hunde tummeln sich auf der Freilauffläche im Verdener Stadtwald. Nachbarn ist es deutlich zu laut.

Verden - Seit knapp fünf Jahren gibt es eine Hundefreilauffläche im Verdener Bürgerpark. Die sorgt nun aber für Ärger. Anwohner haben sich an die Stadt gewandt und über Lärmbelästigungen beschwert. Das Problem sei vorhersehbar gewesen, denn die Bereiche, wo Hunde frei laufen dürfen, seien deutlich reduziert worden, hieß es.

Bei einem Ortstermin mit der CDU-Stadtratsfraktion machten die Anwohner ihrem Ärger Luft. „Um 7 Uhr geht das hier los“, schimpfte eine Frau. Jeden Tag Hundegebell, oft bis spät in den Abend. Die Leute würden aus Bremen und Nienburg kommen, was sie alleine an den Autokennzeichen festmachte. Pfingsten habe es auf der Wiese ein großes Treffen von Hundebesitzern gegeben. Statt auf der Terrasse, hätten sie und ihr Mann deshalb die Feiertage drinnen verbringen müssen. Als „unerträglich“ bezeichneten mehrere Anwohner die Situation.

CDU-Fraktionschef Jens Richter berichtete, dass das Hundegebell einst bei der Planung der Freilauffläche kein Thema gewesen sein solle. Hinsichtlich der Forderung einer Verlegung des Platzes gab er zu bedenken, dass dabei auch der Aufwand ein Entscheidungskriterium sei. Und wie so oft bemesse sich dieser „zwischen Daumen und Zeigefinger“. „Aber wir müssen uns damit auseinandersetzen“, so der Fraktionsvorsitzende. Das sieht offenbar auch die FDP-Stadtratsfraktion so. Auch sie hat sich mit einer entsprechenden Anfrage an den Bürgermeister gewandt.

Die CDU-Fraktion hatte Anwohner zu einem Gespräch eingeladen.

An jedem Glascontainer gebe es zeitliche Begrenzungen, argumentierten die Anwohner und sprachen sich für begrenzte Öffnungszeiten aus. „Wir wollen, dass um 17 oder 18 Uhr Schluss ist“, lautete eine Forderung. Außerdem fordern sie Sonntagsruhe. Da wurde ihnen aber gleich signalisiert, dass dies eher unrealistische Ziele seien. „Wie will man das auch überwachen“, gab Jürgen Moje zu bedenken.

Es mangelt an Alternativen

Frank Medenwald sprach das grundlegende Problem an: ein Mangel an Alternativen. „Ringsherum wird alles mit Naturschutz und Landschaftsschutz belegt“, so Medenwald. Und dort gelte ein ganzjähriger Leinenzwang.

Beispielsweise in der Maulohe, im Bereich der Aller, die sehr beliebt bei Hundebesitzern gewesen sei. Der Leinenzwang wurde vom Landkreis festgelegt, obwohl ein eigens zu dieser Frage beauftragter Diplombiologe dafür keine Notwendigkeit gesehen habe, heißt es.

Als weitere Freilauffläche in Verden gibt es nur den Warwickplatz. Praktisch aber kaum nutzbar, da dieser uneingezäunt direkt an der Lindhooper Straße liegt. 

wb

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