Einwohner drängen auf früheren Beginn

Kritik am späten Impfstart im Landkreis Verden

Während andernorts die Impfung schon begonnen hat, hier beispielsweise in Bremen, ist im Landkreis Verden der Start am 11. Januar geplant.
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Während andernorts die Impfung schon begonnen hat, hier beispielsweise in Bremen, ist im Landkreis Verden der Start am 11. Januar geplant.

Verden/Achim – Im Landkreis Verden wird zunehmend Kritik am späten Start der Corona-Impfungen laut. Wie berichtet sollen die ersten Immunisierungen am 11. Januar stattfinden. Zusätzliches Öl gießen umliegende Kreisverwaltungen ins Feuer. Aus dem Heidekreis etwa heißt es, Start sei schon am 4. Januar. Landrat Peter Bohlmann bleibt auf Nachfrage bei der eingeschlagenen Linie.

  • Umliegende Regionen starten früher
  • Beginn in Rotenburg und im Heidekreis schon kommende Woche
  • Landkreis bleibt bei ursprünglicher Planung

Auch in der Redaktion mehreren sich kritische Anrufe. „Ich bin 75 Jahre und schwer krank. Ich brauche die Impfung dringend“, sagt beispielsweise die Verdenerin Magdalena Krautmacher: „Überall wird geimpft, in Bayern zum Beispiel, in Bremen, in umliegenden Landkreisen. Ich fühle mich vergessen.“

Währenddessen meldet der Heidekreis, man habe am vergangenen Dienstag die ersten 1 000 Impfdosen beim Sozialministerium in Hannover bestellt. Am kommenden Montag werde zunächst ein mobiles Team, zu dem mindestens eine Ärztin oder ein Arzt, eine impfbefähigte Person und eine Verwaltungskraft gehören, mit der Impfung im DRK-Seniorenheim in Bad Fallingbostel beginnen. Am Dienstag schon würden zwei weitere mobile Teams von der Bundeswehr erwartet, die dann umgehend weitere Heime impfen werden. Ähnliche Meldungen kommen aus dem Landkreis Rotenburg. Impfstart sei am 1. Januar, heißt es aus dem Landratsbüro.

Der Verdener Landrat Peter Bohlmann bleibt bei seiner Linie. „Wir beginnen am 11. Januar“, stellt er klar. Bohlmann weiter: „Nach welchen Kriterien das Land kurzfristig Impfdosen verteilt hat, ist mir nicht bekannt.“ Die Software zur Impfanmeldung werde ab der kommenden Woche nutzbar sein, ab dann könne man sich anmelden.

Bis Mitte Dezember liefen die Vorbereitungen in den Landkreisen noch parallel ab. Während hüben am Verdener Kreishaus das Impfzentrum einsatzbereit gemacht wurde, meldete drüben der Heidekreis ebenfalls zum 15. Dezember das Impfzentrum in der Heidmark-Halle in Bad Fallingbostel als betriebsbereit. Inzwischen seien einer Mitteilung zufolge die Hard- und Software sowie die Impfbestecke und Starterkitts vom Land zur Verfügung gestellt oder aufgebaut. Mit dem bereits vorhandenen Personal seien die Abläufe geübt. Auch die Ärztinnen und Ärzte stünden zur Verfügung. Der Sicherheitsdienst habe in Abstimmung mit der Polizei seine Arbeit aufgenommen und bewache das Impfzentrum rund um die Uhr an sieben Tage die Woche.

Der Heidekreis gehe davon aus, dass zunächst im neuen Jahr wöchentlich 1 000 weitere Impfdosen geliefert werden, die dann auch verimpft würden. Alle Impfungen seien freiwillig. In einer Dokumentation würden alle Daten akribisch erfasst. 21 Tage nach der ersten Impfung findet dann der zweite Termin statt. Sieben Tage später genießen die Geimpften, so der Heidekreis, den vollkommenen Schutz.

Von Heinrich Kracke

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