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Kreuzberger Nächte mit Maxi und Jochen

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Von: Markus Wienken

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Maxi und Jochen unterwegs in der Berliner Szene und rund um den Alexanderplatz.
Maxi und Jochen unterwegs in der Berliner Szene und rund um den Alexanderplatz. © jöstingmeier

Rotraud Scholz und Uwe Jöstingmeier erzählen mit sehenswerten Fotos Geschichten an Fäden. Ihre Puppen durften diesmal nach Berlin fahren. Eine Ausstellung in Schwarme zeigt die Ergebnisse.

Verden – Marionetten und Moderne? Kein Problem, das eine mit dem anderen zu verbinden. Die Puppen lassen Rotraud Scholz und Uwe Jöstingmeyer im Internet tanzen. „Maxi“ und „Jochen“ fahren nach Berlin, besser noch: Jochen aus Verden besucht seine alte Freundin in der Bundeshauptstadt. Klar, dass die beiden auf dem Kiez unterwegs sind, den Prenzlauer Berg „unsicher“ machen und beim Bierchen die alten Zeiten lebendig werden lassen. „Es ist unser neues Projekt. Zwar aufwendig, aber eine sehr spannende Arbeit“, erzählt Rotraud Scholz.

Dazu gehört die Geschichte, die Rotraud Scholz und Uwe Jöstingmeier rund um Maxi und Jochen mit digitalen Bildern erzählen. Jochen hält es nicht mehr in Verden, er will nach Berlin, zum Brandenburger Tor, ins Regierungsviertel und zum Reichstag. Weg aus dem Alltagstrott, die Luft der Metropole schnuppern.

Jochen reist in die Metropole Berlin

Mit all’ den Erwartungen im Gepäck, kommt Jochen in Berlin auf dem Hauptbahnhof an. Seine Jugendfreundin Maxi erwartet ihn am Bahnhof. War Jochen mal in sie verliebt? Keiner weiß es so genau. Auf jeden Fall macht Maxi einen echt coolen Eindruck, abgewetzte Lederjacke, Jeans und knallrote Haare. Rotraud Scholz hat sich mächtig ins Zeug gelegt, der Maxi ein „Szene-Outfit“ zu verpassen. „Meine alte Motorradjacke ist dafür drauf gegangen“, erklärt die Schneiderin. Lange hat das gute Stück im Schrank gehangen, Marionette Maxi trägt, wenn auch etwas kleiner, das gute Stück nun durch die Straßen von Berlin.

Eine Frau drapiert Kleidung an einer Puppe, die am Wasser steht.
Rotraud Scholz inszeniert Maxi für das Foto-Shooting. © Jöstingmeier

Allerdings führt die Tour durch die Hauptstadt Jochen nicht zu den touristischen Zielen. Seine Freundin Maxi ist auf dem Kiez zuhause, da wo sich die alle treffen, die so wie Maxi sind. „Nicht Brandenburger Tor oder Reichstag, sondern eben Prenzelberg und Friedrichshain“, erklärt Rotraud Scholz. Und so beleben Maxi und Jochen die Szene im Bezirk Friedrichshain, wo in der Rigaer Straße Hausbesetzer die Staatsmacht in Atem halten. Oder in Kreuzberg, seit Jahrzehnten Schmelztiegel von Musik und Kunst, oder die alte Kulturbrauerei auf dem Prenzlauer Berg. „Es sind bei dem Projekt an den Original-Schauplätzen wundervolle Fotos entstanden“, erzählt Rotraud Scholz.

Digitales Medium zum ersten Mal für den Berlinbesuch genutzt.

Was Maxi und Jochen in der Großstadt erleben, haben Rotraud Scholz und Fotograf Uwe Jöstingmeier in einem Zusammenschnitt digital auf die Leinwand gebracht. „Wir haben dieses Medium so zum ersten Mal genutzt, sind ganz gespannt auf die Außenwirkung und wollen das Ergebnis dem Publikum in einer Ausstellung präsentieren“, erzählt die Verdenerin.

Dabei schlagen die beiden Künstler den Bogen von konventioneller zu moderner Technik. „So sind zum einen fotografische Eindrücke des Besuches in Berlin zu sehen, zum anderen Bilder unseres Projektes im Quelkhorner Moor“, erklärt Scholz. „Moor und Metropole“, gegensätzlicher könnte es kaum sein. „Für beide Themen werden natürlich auch die kleinen Protagonisten an Fäden die Ausstellung begleiten“, erzählt die Künstlerin.

Info

Vorstellen werden Scholz und Jöstingmeier ihr Projekt „Moor und Metropole“ erstmals in Robberts Huus in Schwarme. Zwei Tage nimmt sich das Duo dafür Zeit, Sonnabend, 30. April, und Sonntag, 1. Mai, jeweils von 14 bis 17 Uhr. „Am Sonntag findet ab 15 Uhr zusätzlich ein Backtag statt, an dem Gäste sich mit Kaffee und Butterkuchen stärken können“, wirbt Rotraud Scholz. Wer sich über die Arbeit und das neue Projekt informieren möchte, kann das tun. Das Team Scholz/Jöstingmeier nutzte die Zeit während der Pandemie, einen Webauftritt zu gestalten. Unter der Adresse www.an-faeden.de ist das Ergebnis im Internet aufzurufen und zeigt einen ausführlichen Querschnitt aus den vergangenen Jahren.

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