Beet-Spende der VGH-Vertretung Blankenagel

Kräuterduft schwebt überm Museumshof

Vier Menschen, zwei Frauen und zwei Männer, haben auf der steinernen Umrandung eines Kräuter-Hochbeetes Platz genommen und lächeln in die Kamera.
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Stabil genug, um darauf zu sitzen oder zu hocken, ist die Beeteinfassung allemal. Und was darin wächst, duftet nicht nur gut, sondern schmeckt auch, weiß Julia Nehus (2.v.r.). Davon überzeugte die Museumspädagogin gestern auch Fabian Bley (2.v.l.) von der VGH-Vertretung Blankenagel, der zum Probieren gleich mal die angehenden Versicherungskaufleute Sara Kastner und Christopher Klumbis mitgebracht hatte.

Julia Nehus, Museumspädagogin im Domherrenhaus, freut sich über ein Kräuter-Hochbeet, das im Innenhof des Musuems seinen Platz gefunden hat. Es soll künftig in Aktionen für die Besucher eingebunden werden. Finanziert wurde die rund 2400 Euro teure Anschaffung durch die Verdener VGH-Vertretung Blankenagel.

Verden – Die alte Einrichtung der Verdener Raths-Apotheke ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Dauerausstellung im Domherrenhaus. „Jetzt können wir uns auch aus einem Kräuterbeet bedienen“, freut sich Julia Nehus über die gelungene Ergänzung, die in einer Ecke des Innenhofes Platz gefunden hat. Ein wenig versteckt zwar, aber so fügt sich das von grob behauenen Mauersteinen eingefasste „Schnupperbeet“ gut in die historische Umgebung ein.

Auf zwei Etagen wachsen nun unter anderem Thymian und Waldmeister, Dill, Wildrauke und Orangenverbene, Ampfer, Pfefferminze, rankende Erdbeeren oder auch Gyros-Kraut, verströmen einen würzigen Duft und verführen zum Probieren.

Schon Karl der Große ließ Kräuter anpflanzen

Schon Karl der Große, der auch in Verden seine Spuren hinterließ, habe in seiner Verordnung „Capitulare de villis“ Pflanzen aufgelistet, die auf seinen Hofgütern wachsen sollten, spannt Julia Nehus einen großen geschichtlichen Bogen in die Gegenwart. Gewürz- und Heilpflanzen in greifbarer Nähe zu haben, um sie in die Museumspädagogik zu integrieren, diese Idee trug Julia Nehus schon länger mit sich herum. Die Hygienevorschriften der Pandemie verstärkten bei ihr den Wunsch, ein weiteres Angebot unter freiem Himmel zu schaffen.

In der VGH-Vertretung Blankenagel aus Verden fanden Julia Nehus und Museumsmitarbeiterin Gabriele Müller einen Sponsor, der diesen Wunsch nun erfüllte. Mit rund 2 400 Euro finanzierte die Agentur das Beet. Die Arbeiten der Firma Offer Garten- und Landschaftsbau umfassten Fundament, eine Wasserbarriere, damit keine Feuchtigkeit in das historische Museumsgemäuer einzieht, die solide Einfassung und natürlich die Erstbepflanzung des Beetes.

Erster Einsatz beim Ferienpass-Programm

„Uns war wichtig, dass es etwas Vernünftiges ist, das die nächsten Jahre, vielleicht Jahrzehnte genutzt werden kann“, sagt Fabian Bley, geschäftsführender Gesellschafter der VGH-Vertretung Blankenagel. Die Agentur betreut die Versicherung für das Domherrenhaus, sowohl die Gebäude als auch die Ausstellungsstücke betreffend. Mit der Finanzierung des Beetes sein nun „aus einer Geschäftsbeziehung ein Mehrwert“ geschaffen worden.

Seinen ersten Einsatz wird das neue Beet im Rahmen des Ferienpass-Programms haben. „Dann können die Kinder Kräutersalz herstellen“, verrät Julia Nehus. Später will die Museumspädagogin die Kräuter auch in die Sonderaktion „Der kleine Medicus – Salben und Heilen wie früher“ integrieren.

Wer nur einmal schnuppern möchte, dem bietet sich am 31. Juli und 1. August eine wahrlich günstige Gelegenheit. Weil das Museum dann seit 100 Jahren seinen Sitz im Domherrenhaus hat, ist an diesen beiden Tagen der Eintritt frei.  

Von Katrin Preuß

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