Konzert von Wallenstein und Pertiet

Brillant in den Höhen und in den Tiefen

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Abi Wallenstein (l.) und Henning Pertiet sind nicht nur als Solisten brillant, sondern auch als Duo spitze.

Verden - „Wo passt ein Blueskonzert besser hin als in eine Kornbrennerei?“, sagte Abi Wallenstein nach dem stimmigen Konzert mit Henning Pertiet bei Glanders.

Als „Good Rockin‘ Blues & Boogie-Duo“ gaben sich die zwei norddeutschen Bluesgrößen mit ihren Lieblingssongs die Ehre. Fans verschiedener Generationen hatten sich im nostalgischen Ambiente der Brennerei versammelt.

Wallenstein, der seit den 60er-Jahren norddeutsche Bühnen unsicher macht mit seinem mal harten, mal sanften Gitarrensound, spielte Songs, die das Unterwegssein besangen. „I‘m on my way“ von Curtis Young schallte es dem Verdener Publikum entgegen. Sein präzises Finger-Picking besticht auch noch heute. Der Refrain „Ho Ho Ho Ho“ lies aufhorchen.

Nach der ersten Hälfte, in der es Solistisches der beiden Blues-Charaktere wie „Cry cry far from the door“ und Pertiets „The crisis of my life“ zum Träumen gab, erhielt das Konzert einen neuen Drive. Abi Wallensteins Augen blitzten auf. Das Publikum swingte mit, wenn er fröhlich und doch mit Tiefen singt: „Good morning Blues, how do you do?“. Vielleicht hat es auch eine gewisse Tragik, wenn man dem Blues lebenslang die Treue erweist – Wallenstein sang davon mit der Zeile „Blues was in my bread“.

Der Weg ist sein Thema, das er mit präzisem Bass ebenso wie mit spielerisch fließenden Läufen auf den hohen Saiten seines Instruments, einer „Fame“ von 1955, zum Klingen bringt. Sein Verstärker der Marke „Guild“ von 1955 tut das Seine zum Originalsound dazu.

„Manchmal sind es nur Nuancen in der Einstellung“, sagte er, „die ein Konzert zu einem Guten machen.“ In Verden hat die Einstellung gestimmt. Die beiden Entertainer der besonnen-offenen Sorte reichten sich gekonnt die Soundbögen rüber. Und noch eins können sie beide, und das gemeinsam ist groß: in den ganz hohen Höhen wie in den tiefsten Tiefen brillieren.

Das eingespielte Team verzauberte das Verdener Publikum. Mit einem „good-night-song“ endete das Konzert. Leise entließ das „Good Rockin' Blues & Boogie-Duo“ die zufriedenen Zuhörer mit dem legendären Lead-Belly-Song „Irene good night“.

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