Investor äußert sich

Pläne an der Ostertorstraße in Verden

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Investor Carsten Flügge will an der Ostertorstraße in Verden ein Wohn- und Geschäftshaus bauen. 

Verden - Von Markus Wienken. Eigentlich wollte Investor und Bauherr Carsten Flügge schon auf einer Betonplatte im Keller seines Wohn- und Geschäftshaus an der Ostertorstraße, umgeben von Mauern, stehen. So war der Zeitplan. Doch die Bagger müssen noch warten, der Ablauf stockt ein wenig. Betriebswirt Flügge lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen: „Ich bau’ das Ding“, betont er in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Dennoch, die Frage muss zu Beginn erlaubt sein: „Warum geht’s nicht weiter, Herr Flügge?“ Der Logistiker nennt im folgenden eine Vielzahl von Gründen, die in der Summe mehrfach zu Verzögerungen geführt und den bisherigen Baustart im Wege gestanden hätten. „Allen voran der Wechsel des Architekturbüros“, gibt er offen zu. 

„Die Pläne für das Haus sind sehr gut, doch die für mich notwendige enge Zusammenarbeit habe ich mir anders vorgestellt“, berichtet Flüge. „Ich wollte das Projekt von A bis Z durchplanen, habe aber gemerkt, dass bei meinen Gegenüber dafür die Bereitschaft fehlte.“ Es sei rein fachlich nicht nach seinen Vorstellungen gelaufen. „Ich bin da halt sehr genau und dann greife ich ein“, betont Flügge.

„Wir haben es geschafft“

So soll das Wohn- und Geschäftshaus an der Ostertorstraße in Verden aussehen.

Mittlerweile hat er einen neuen Architekten, der noch einmal an den Plänen feilte. „Wir arbeiten im Team, das passt.“ Im Hause selbst musste kurzfristig neu gedacht werden. Der Fahrstuhl brauchte mehr Platz, so dass im Notfall der Rettungsdienst mit seiner Trage reinpasst. Nicht so einfach, stand das Raumprogramm doch bereits fest, zumal ein Großteil der Wohnungen bereits verkauft ist. „Wir haben es aber geschafft“, so Flügge. Und: „Besser jetzt, als im laufenden Baubetrieb.“

Von Beginn an, so Flügge, sei es ihm bei seinem Projekt um Transparenz gegangen. „Ich habe in einem relativ frühen Stadium die Karten auf den Tisch gelegt und gesagt, was ich da vorhabe, weil es um Verdens Innenstadt geht. Andere brauchen da länger“, betont er. „Ich bin mir auch klar darüber, dass viel über die Baustelle geredet wird. Das ist in Ordnung, da kann ich, da muss ich sogar mit leben“, lacht er.

Probleme aus dem Weg räumen

Verzögerungen sind allerdings das, was der Logistiker Flügge eigentlich gar nicht mag. „Wo es hakt, packe ich gerne selber zu, um die Dinge voranzutreiben. Das war und ist bei einem solchen Projekt immer wieder erforderlich.“ Um die notwendige Beglaubigung für den Eintrag einer Baulast voranzubringen, suchte er sich einen Notar: „Statt vier Wochen Wartezeit war das nach zwei Tagen abgearbeitet.“

Maßgeblich sei für ihn, vor Baubeginn alle Probleme aus dem Weg zu räumen. „Was nützt es mir, wenn der Rohbau steht und ich plötzlich Ärger mit einem Nachbarn bekomme, weil der mit der Ausführung nicht einverstanden ist“, so Flügge. Mehrfach hat er daher das Gespräch mit angrenzenden Anwohnern gesucht, um Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen. „Kommunikation ist da der notwendige Schlüsel“, weiß er.

Mittlerweile, so sagt Flügge, habe er viele Gespräche geführt. „Ich sehe keine Hindernissse mehr, habe alle Bausteine zusammen, die ich nur noch abarbeiten muss.“ Der Bauherr spricht von einem anspruchsvollen Projekt, da seien Reibungsverluste durchaus der Normalfall. „Wir liegen knapp ein Dreivierteljahr hinterher, das ist nicht ungewöhnlich.“

Trotz der zeitlichen Verzögerungen, bleibe das Vorhaben im Kostenrahmen. „Sechs Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung“, sagt Flügge. Bauen will er davon 15 Wohnungen, durchweg in gehobener Ausstattung, von denen bereits elf verkauft sind. Auch für das „anspruchsvolle Restaurant“ im Erdgeschoss, mit Blick zur Herrlichkeit, sowie für die angrenzenden Läden hat er bereits einen Abnehmer beziehungsweise Interessenten.

Noch laufen auf dem Baugelände an der Ostertorstraße die Ausgrabungsarbeiten. Haben die Archäologen ihr Werkzeug eingepackt, will Flügge so schnell es geht auf dem Gelände loslegen. „Von mir aus lieber heute als morgen“, so Flügge.

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