Kolumne von Markus Wienken

Der Geist von Verden

Markus Wienken

Verden - Von Markus Wienken. Damit es rund läuft im Alltag, neigt der Mensch zu gewissen Ritualen. Morgens immer zuerst mit dem rechten Bein aufstehen, die linke vor der rechten Socke anziehen oder die Schuhe in einer gewissen Reihenfolge zubinden.

Andere lassen sich einen Bart stehen, um ihn dann, wenn sie eine Herausforderung gemeistert haben, zu rasieren. Kerzen anzünden ist ebenfallls eine beliebte Variante. Mach ich auch. Mal in die Kirche gehen, an eine oder mehrere bestimmte Personen oder Ereignisse denken und ein Lichtlein anzünden, damit etwas so bleibt wie es ist oder besser wird. Ob’s hilft, ist nicht belegt, aber es beruhigt mich und, so viel ist sicher, Schaden kann es nicht.

Im Sport sind solche Strategien vor großen Ereignissen beliebt. Die deutsche Fußballnationalmannschaft hatte im Jahr 1974 vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land die Verbandsportschule von Malente in Schleswig-Holstein gebucht und sich dort intensiv auf das Turnier vorbereitet. Zu dem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass die Kicker bis ins Endspiel kommen und den Titel holen würden. Geschichte und Mythos zugleich, der „Geist von Malente“ war geboren, gleichbedeutend mit Teamspirit und unbeugsamem Siegeswillen. Immer wieder haben Mannschaften und Sportler danach versucht, diesen Spirit in Malente zu atmen.

Der SV Werder, womit ich beim Thema wäre, fährt zwar nicht nach Malente, er holt sich seine Hoffnung im Abstiegskampf vor den Toren der Stadt, bei uns in Verden. Wäre doch super, wenn die Kicker morgen Abend im Weserstadion gegen den VfB Stuttgart drei Punkte auf der Habenseite verbuchen und dann im Nachhinein mit dem „Geist von Verden“ sportliche Auferstehung feiert. Grün-weiß, immer wieder und lebenslang.

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