Am Niedersachsenring

Einsatz in Verden: Kohlenmonoxid nachgewiesen

Verden - CO-Alarm in Wohnhaus – Zwei Personen mit Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus, lautete die Meldung für die Freiwillige Feuerwehr Verden. Dienstagmorgen, gegen 3 Uhr, wurden die Aktiven zu einem Notfall in einem Mehrfamilienhaus in den Niedersachsenring gerufen, heißt es in einer Presseinformation der Wehr.

Zuvor war bereits der Rettungsdienst an dieselbe Adresse alarmiert worden, da eine männliche Person zusammengebrochen war. Als die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes die Wohnung betraten, löste ein vom Personal mitgeführter Kohlenmonoxid-Melder Alarm aus. Umgehend wurden die zwei Bewohner in den Rettungswagen gebracht und die Ortsfeuerwehr Verden alarmiert.

Die Feuerwehr setzte einen Trupp unter Atemschutzgeräten in der Wohnung ein und konnte mittels eines speziellen Messgerätes eine teils stark erhöhte Konzentration des Gases Kohlenmonoxid (CO) in den Räumlichkeiten feststellen. Auch in den Wohnungen unter und über der betroffenen Wohneinheit konnte eine erhöhte Konzentration nachgewiesen werden, so dass auch hier die Bewohner ins Freie evakuiert werden mussten.

Im weiteren Verlauf wurde das Gebäude durch die Feuerwehr soweit belüftet, bis keine CO-Konzentration in den Räumlichkeiten mehr nachgewiesen werden konnte. Neben der Ortsfeuerwehr Verden war auch der in Achim stationierte GW-Mess, ein Einsatzfahrzeug der Kreisfeuerwehr für spezielle Messaufgaben, im Einsatz.

Alle Bewohner wurden noch vor Ort vom Rettungsdienst untersucht. Die beiden Personen der betroffenen Wohnung wurden mit dem Verdacht einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht. Alle anderen konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Für die Feuerwehr, die mit mehreren Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften vor Ort war, endete der Einsatz nach knapp 90 Minuten, der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen vor Ort, die Polizei Verden hat die Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls aufgenommen.

Ein geruchs- und farbloses Gas

Bei Kohlenmonoxid (CO) handelt es sich um ein geruchs-, geschmacks- und farbloses Gas, das beispielsweise bei einer fehlerhaften Verbrennung in Öfen oder Heizungsanlagen, aber auch bei unsachgemäßen Umgang mit Feuer und Glut in geschlossenen Räumen entstehen kann, heißt es in der Pressemitteilung.

Atmet ein Mensch Kohlenmonoxid in erhöhten Konzentrationen ein, so bindet sich dieses an das Hämoglobin im Blut und verhindert dort die Aufnahme von Sauerstoff. Hierdurch kann es zu erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen bis hin zum Tod kommen.

Da Kohlenmonoxid aufgrund der oben genannten Stoffeigenschaften nur schwer wahrgenommen werden kann, kann beim Vorhandensein einer oder mehrerer potenzieller CO-Quellen der Einbau von sogenannten CO-Warnmeldern in Wohneinheiten sinnvoll sein, lautet der Tipp der Verdener Feuerwehr.

Rubriklistenbild: © dpa

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