Auktion mit absoluter Top-Genetik erzielt hervorragende Preise / Zuschauerrekord

Die Königin kostet 34 000 Euro

Auktionator Michael Hellwinkel hatte viel zu tun.

Verden - Bei der „Masterrind Exclusive“, der Auktion mit absoluter Top-Genetik aus rund 40 abgekalbten, tragenden Färsen, Jungrindern und hervorragenden Spitzenkälbern am Vorabend zur „Schau der Besten“, wurden gleich drei Kuhkinder zur Preisspitze: Redrock Duffy kostete 34 000 Euro und Best Wish 28 000 Euro. Basic war ihrem neuen Besitzer 27 000 Euro wert.

Rund 4 000 Zuschauer erzielten einen neuen Besucherrekord. Sie kamen aus 25 Ländern und hielten zeitweise den Atem an. Genauso ging es auch Auktionator Michael Hellwinkel, der immer wieder tief Luft holen musste: Zuschauer und Bieter bei der Top-Genetik-Auktion konnten live miterleben, als das Kuhkind mit der Nummer vier auf die Spitzenposition des Abends flog: Die Rede ist von der S Redrock-Tochter Duffy, von der Strasburger Landbetriebsgesellschaft aus Bremervörde, die sowohl Auktionator Michael Hellwinkel als auch Pedigree-Leser Torben Melbaum mit den schwärmerischsten Attributen belegten. Sie sei die „Königin des Abends“ - ein absolutes Highlight, deren innere Werte sie einzigartig machten.

Ein Blick in die Zuchtwerttabellen bestätigt: Duffy punktet durch sehr gute amerikanische, kanadische, italienische und deutsche Ergebnisse. „Ein Tier wie Duffy wurde noch nie in Europa verkauft“, schürte Melbaum das Bieterduell, das letztlich ein Käufer aus Sachsen gewann.

Hellwinkel hatte allerdings schon beim Auktionsauftakt geschwärmt: „Unser Feeling ist super. Oder auf Neudeutsch: Wir haben ein richtig geiles Gefühl.“ Und das trog nicht, denn, während Hellwinkel auf der Auktionsbühne unentwegt hin und her wirbelte und weitere Tiere zuschlug, bahnten sich hinter dem schwarzen Vorhang noch weiterer Topseller ihren Weg: Basic, eine drei Monate alte Hotspot-Tochter, die, so Melbaum, Zahlen und Exterieur auf perfekte Weise verbindet. Die von Franz Meyer aus Friesoythe gezogene junge Dame zog gleich mehrere Interessenten in den Bann und ein niederländischer Kunde ließ sich seine für Basic entflammte Leidenschaft stolze 27 000 Euro kosten. Die hornlose Hotspot-P-Tochter, die ein hoher französischer Zuchtwert und ihr Rotfaktor auszeichnet, sei zudem die Eintrittskarte in die Hornloszucht, wie es aus berufenem Mund hieß.

20 Tiere später wurde es dann noch einmal richtig spannend, als für die hornlose Batch-P-Tochter Best Wish von Werner Kues aus Bad Bentheim der Auktionshammer für einen Brandenburger Bieter bei 28 000 Euro fiel. Das von Melbaum als lackschwarzes Glanzstück bezeichnete Kalb vereine ideal wundervolle Zuchtwerte mit einer etwas anderen Abstammung und ihrer Hirnlosigkeit. Best Wish lasse keine Wünsche offen. Jenseits der bereits genannten Preisspitze boten sich den Käufern aber noch viele Höhepunkte: Ein Tier mit besonderen Zuchtwerten präsentierte sich auf dem roten Catwalk mit Israel aus dem Hause Ekkel in Itterbeck. Sie ist eine schicke und typstarke Tochter des bekannten Masterrind-Vererbers Lightstar, die mit ihren französischen Zuchtwerten zu reizen wusste. Für 21 000 Euro ersteigerte ein Niederländer das Prachtstück. Die Reise nach Frankreich tritt WSH Padawan Lucy an. Die Wiechering-Sudmann aus Diepholz freut sich über 13 500 Euro. Lucy führte das Kontingent der Tiere mit einem Gesamtzuchtwert von 166 und einem niederländischen Zuchtwert von 363 souverän an. Gesellschaft leisten ihr Younique, eine Enkelin der SPH Yelena, und Weh Rio Grande aus der Familie des Lingener 100 000-Euro-Auktionskalbs Guave. Sie sind beide Leckerbissen für jeden Zahlenjongleur unter den Kuhhaltern und mit Anlagen für Exterieur gespickt. Für 13 000 Euro ersteigerten Bieter aus Brandenburg und Sachsen die hoffnungsvollen Grazien.

Zufriedene Gesichter dann beim anschließenden Züchterabend und ein für die Masterrind sehr zufriedenstellender Durchschnittspreis von 8300 Euro für die knapp 40 aufgetriebenen Tiere.  nie

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