„Klappe, Cut, Hurra“ erzählt von Dreharbeiten

Knallbunte und kecke Geschichte vom Film

+
Gemeinsam mit Henrik Hitzbleck brachte Kerstin Wacker jetzt ihr neuestes Buch heraus. In „Klappe,, Cut, Hurra“ erfährt der Leser auf unterhaltsame Art, wie ein Film entsteht.

Verden/Berlin - Nur mal kurz die Nase ins Buch hineingesteckt und schon ist man mitten drin. Der Berliner Henrik Hitzbleck und die gebürtige Verdenerin Kerstin Wacker verstehen es, eine Geschichte zu erzählen – und nebenbei jede Menge Informationen zu vermitteln.

Ging es in ihrem Erstlingswerk „Herr Katz, Isolde und ich“, ausgezeichnet mit dem Emys-Sachbuchpreis, darum, wie man ein Buch macht, hat sich das Autoren-/Zeichner-Duo nun das Filmgeschäft vorgenommen.

Hauptperson des ersten wie des zweiten Buches ist Amra, ein selbstbewusstes, manchmal etwas vorlautes Großstadt-Kind, das nun über den Onkel, den Kameramann Feridun, die Gelegenheit bekommt, die Verfilmung ihres Lieblingsbuches „Shivas Bruder“ hautnah mitzuerleben. „Klappe, Cut, Hurra“ heißt das neue Werk von Wacker und Hitzbleck, das „Aufregende Drehtage in Berlin“ verspricht und so druckfrisch ist, dass man meinen könnte, Text und Bilder auf den knapp 150 Seiten seien noch gar nicht ganz getrocknet.

Mit Farbe geizt Kerstin Wacker bei ihren Illustrationen wahrlich nicht. Amra mit ihren roten Haaren und den leuchtend grünen Augen springt dem Leser geradezu entgegen. Und jedem einzelnen Mitglied der (fiktiven) Filmcrew hat Kerstin Wacker ein sehr charakteristisches Aussehen verpasst und bei der Kolorierung die gesamte Farbpalette genutzt.

Besonders bunt

Besonders bunt gerieten dabei die Kreativen aus den Abteilungen Maske und Kostüm mit ihren wahlweise pinken oder blauen Haaren. Ob die Illustratorin da wohl persönliche Erfahrungen aus ihrer Zeit in Paris verarbeitet hat?

Kerstin Wacker ist studierte Modedesignerin und hat einige Jahre im berühmten Kaufhaus Printemps als Modezeichnerin gearbeitet. „So bin ich zur Illustration gekommen“, sagt sie. Auch beim Film, in der Kostümabteilung, hat die ehemalige Domgymnastin schon gearbeitet. „Daher kenne ich das Metier ein wenig.“

Um Amras Erlebnisse beim Film ausführlich und fachlich richtig zu können, bedurfte es allerdings einiges mehr an Recherche. „Das hat lange gedauert“, berichtet Kerstin Wacker. „Aber es war uns wichtig, alle Berufe vorzustellen“, erklärt sie. Und so schaute sie unter anderem in Hamburg der Crew der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ mehrere Tage über die Schulter – und auf die Finger.

Kerstin Wacker

Anschließend verpackten Henning Hitzbleck und Kerstin Wacker die gesammelten Informationen in einer witzigen Geschichte, erzählt aus der Sicht von Amra.

Drehbuch? Drehplan?

Was ist ein Drehbuch und was unterscheidet es vom Drehplan? Worauf muss man bei Tonaufnahmen achten? Was sind Komparsen? Wie heißen die verschiedenen Kameraperspektiven? Antworten darauf und auf vieles mehr bekommt der Leser über Amra, die sich keck durchfragt, sich auch schon mal mit dem schnöseligen Hauptdarsteller des Filmes anlegt, ihrer „Nikotin-Oma“ nebenbei zu einer kleinen Rolle verhilft und nach zehn Drehtagen um viele Erkenntnisse reicher nach Hause kommt.

„Edu-Entertainment“ nennt sich diese Mischung aus Lehrreichem und Unterhaltung. Ein „bestimmt kein langweiliges Sachbuch“ nennen Kerstin Wacker und Henrik Hitzbleck ihr neuestes Werk. Und langweilig ist „Klappe, Cut, Hurra“, wirklich nicht, weder für junge noch für ältere Leser.

kp

„Klappe, Cut, Hurra“, ISBN 978-3-00-057198-5, empfohlen für Menschen ab zehn, ist im Verlag Wacker und Freunde erschienen und kostet 16,95 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Bilder aus Kroatien: DHB-Team zittert sich zum Sieg 

Bilder aus Kroatien: DHB-Team zittert sich zum Sieg 

Werder-Wechsel zu Bayern

Werder-Wechsel zu Bayern

Eine Vision vom Wohnen von der IMM

Eine Vision vom Wohnen von der IMM

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Meistgelesene Artikel

Frühaufsteher sauer: Keine Brötchen mehr vor sieben Uhr

Frühaufsteher sauer: Keine Brötchen mehr vor sieben Uhr

Bedrängt und ausgebremst: Polizei sucht rücksichtslose Autofahrer

Bedrängt und ausgebremst: Polizei sucht rücksichtslose Autofahrer

Brandstiftung: Campact-Materiallager in Verden vernichtet

Brandstiftung: Campact-Materiallager in Verden vernichtet

Neujahrsempfang von Gemeinde und VDS in Dörverden

Neujahrsempfang von Gemeinde und VDS in Dörverden

Kommentare