„Fertigstellung im Oktober realistisch“

Klinik dicht, Dach begrünt, Kardiologie wächst

Luftbild vom Klinik-Gelände.
+
Komplettiert das Ärztezentrum und die Aller-Weser-Klinik: Der Krankenhaus-Neubau (l.) am Burgberg.

Ausgerechnet im Dezember holten die Handwerker beim Klinik-Neubau in Verden Zeitverluste auf. Gleichzeitig wurden neue Details zu Patientenzimmern und zur Nutzung des Altbaus bekannt.

Verden – Der Verdener Klinikneubau hat im Dezember weiter an Konturen gewonnen. „Das milde Wetter erlaubte den Firmen, Zeitverluste aufzuholen“, sagt auf Nachfrage Klinik-Geschäftsführerin Marianne Baehr. Zwar könne der ursprüngliche Einzugstermin im September, ohnehin schon um ein Vierteljahr nach hinten verlegt, nicht eingehalten werden. „Aber eine Fertigstellung im Oktober bleibt realistisch“, sagt sie, dies auch nach Rücksprache mit Architekt Christian Merhof, Braunschweig. Gleichzeitig wurden neue Details zur Ausstattung der Patientenzimmer, zu Service-Ausweitungen und zur Nutzung des Altbaus bekannt.

Die mächtigen Baugerüste sind verschwunden, die hellmelierte Fassade entfaltet ihre erste Wirkung, das kommende Foyer ist verschlossen. Alles schaut nach dem Jahreswechsel eher ruhig aus. Doch der Eindruck täuscht. „Die Estricharbeiten laufen unvermindert weiter, die letzten Arbeiten, die noch wetterabhängig durchgeführt werden“, sagt Baehr. Zwar waren einige Frosteinbrüche zu verzeichnen, dies aber vor allem an den Festtagen, an denen ohnehin die Arbeiten ruhten. „Diesbezüglich sind wir also einige große Schritte vorangekommen.“ Auch das Dachgrün einschließlich der rundum laufenden Sicherheits-Brüstung habe an dem Gebäude nahezu komplett aufgebracht werden können.

Der Neubau ist mit seinen rund 45 000 Kubikmetern Rauminhalt inzwischen nach außen geschlossen, provisorisch geschlossen, die Heizung versehe ihre Dienste, das heiße, die Handwerker sind beim Innenausbau vor Frosteinbrüchen geschützt. „Die noch verbliebene Bauzeit lässt sich damit genauer einschätzen.“ Als nächste größere Maßnahme seien jetzt die Durchbrüche zum Altbau für Mitte bis Ende Februar geplant.

Der Aufbruch eines der Container auf der Baustelle, verbunden mit hohem Sachschaden (Baehr: „Die Täter sind offenbar gezielt vorgegangen“), habe zwar nicht zu Rückschlägen bei der Zeitplanung geführt, dieser Einbruch löste jedoch im Dezember eine nächste nicht ganz billige Entwicklung aus. Die Klinik-Geschäftsführerin: „Die Baustelle wird jetzt rund um die Uhr überwacht.“

Innen ziehen die mächtigen Versorgungskanäle immer neue Bahnen, die Klimatechnik, eines der teuersten Projekte beim Neubau. „Damit können wir die Hygienevorgaben perfekt einhalten, das ist für die OP-Säle und deren drumherum, für die Intensivstation eine der wichtigsten Vorgaben“, so Baehr. Gleichzeitig räumt sie auf mit dem Gerücht auf, auch die Patientenzimmer würden mit Klimaanlagen ausgestattet. „Aus Umwelt- und Klimaschutzgründen nicht sinnvoll“, sagt sie. Mit dreifach verglasten Fenstern, mit Sonnen- und Hitzeschutz, mit Lamellenanlagen in der Doppelverglasung, mit hoher Gebäude-Isolierung werde ein ähnlicher Effekt erzielt, dies aber auf Dauer klimaneutral.

Auch die Planungen für die Sanierung des Altbaus kommen offenbar voran. „Wir arbeiten an dem Förderantrag.“ Die bisher 25 Millionen Euro, die als Bausumme genannt wurden, womit das Gesamtvolumen auf 70 Millionen Euro stiege, sie beruhten auf Schätzungen. „Das wird gegenwärtig konkretisiert.“ Ziel sei es, zusätzlichen Platz für die Ambulanz zu schaffen, für die Endoskopie, für eine Unterabteilung und Ausweitung der Intensivstation um einen Intermediatecare-Bereich. Auch an ein Ausweiten eines der bisherigen Zugpferde, der Kardiologie, sei gedacht. „Für Herzpatienten soll eine telemetrische Überwachung kommen, sie können sich damit frei bewegen.“ Ganz neu ist diese Technik in Verden nicht. Die Geburtshilfe ist bereits damit ausgestattet.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Verdacht auf Wilderei im Stadtwald

Verdacht auf Wilderei im Stadtwald

Verdacht auf Wilderei im Stadtwald
Verdächtiger gibt tödliche Schüsse in Fischerhude zu

Verdächtiger gibt tödliche Schüsse in Fischerhude zu

Verdächtiger gibt tödliche Schüsse in Fischerhude zu
Pferden droht Zwangsversteigerung

Pferden droht Zwangsversteigerung

Pferden droht Zwangsversteigerung
Heinen setzt auf die Zukunft der Innenstädte

Heinen setzt auf die Zukunft der Innenstädte

Heinen setzt auf die Zukunft der Innenstädte

Kommentare