Eine Fülle von Ideen

Klimaschutzkonzept: Workshop-Ergebnisse werden zusammengetragen

Verden - In sechs Workshops befassten sich interessierte Verdener mit dem Klimaschutz. Das Thema Mobilität und Verkehr kam dabei ebenso zur Sprache wie Energieeffizienz in privaten Haushalten oder aber das Ressourcenmanagement. Am Mittwoch, 21. Februar, 19 bis 21.30 Uhr, findet nun im Ratssaal die öffentliche Veranstaltung zur Zusammenführung der Inhalte statt. Aus der Fülle der Ideen sollen die Klimaschutzmaßnahmen für Verden erarbeitet werden.

„Um zu verstehen, warum die Stadt Verden diesen Aufwand betreibt, braucht man nur in das Jahr 2015 zurückzugehen und sich die Ereignisse von damals ins Gedächtnis rufen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Seinerzeit fand in Paris die UN-Klimakonferenz statt, auf der vereinbart wurde, die menschengemachte globale Erwärmung zu begrenzen: durch eine Verringerung des Ausstoßes von CO2.

Was im Großen geht, soll auch im Kleinen sprich in Verden, umgesetzt werden. Und so beschloss der Stadtrat im Mai 2016 die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes. Für die Organisation eines solchen Vorhabens wurde das externe Ingenieurbüro „Energielenker“ aus Greven beauftragt.

Engagierte Bevölkerung

Die bisher gemachten Erfahrungen und die Arbeit in den Workshops hätten gezeigt, dass die Stadt Verden eine engagierte Bevölkerung habe, die sich mit viel Elan und Eifer in das Thema Klimaschutz einbringen wolle, schreibt die Stadtverwaltung: „In den Workshops fanden viele intensive Diskussionen statt. Die begrenzte Zeit ließ es leider nicht zu, alle Themen auszudiskutieren.“ Immer wieder sei deutlich geworden, dass die Stadt Verden in ihren Möglichkeiten beschränkt sei und vieles durch den Gesetzgeber in Berlin angeschoben werden müsse.

Für das weitere Vorgehen werden die Vorschläge und Themen, die in den Workshops genannt wurden, von dem externen Ingenieurbüro zusammengetragen, bewertet und sortiert. Aus den Vorschlägen und Themen der Akteure wird dann ein Gesamtkatalog mit priorisierten Maßnahmen erstellt.

Öffentliche Abschlussveranstaltung im Juni

Dieser Katalog enthält eine Übersicht über die wichtigsten bereits durchgeführten Klimaschutzmaßnahmen und stellt die neu entwickelten vor. Der Katalog bilde die Grundlage für die spätere Umsetzung durch einen Klimaschutzmanager. Nach der Beteiligung der Ratsgremien erfolgt vor den Sommerferien im Juni eine öffentliche Abschlussveranstaltung.

„Die Erstellung von Klimaschutzkonzepten wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit 65 Prozent gefördert“, heißt es weiter in dem Schreiben der Stadt. Grundlage dafür sei die Initiative Kommunalrichtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen. Gefördert würden sowohl strategische als auch investive Projekte in den Kommunen.

Ein Jahr Zeit, ein Konzept zu erstellen

Zu den Schwerpunkten gehören Einstiegsberatungen, Klimaschutzkonzepte, Klimaschutzteilkonzepte und das Klimaschutzmanagement. Die Stadt hat nach dem positiven Förderbescheid ein Jahr Zeit, ein Konzept zu erstellen. Zu dessen wichtigsten Inhalten gehörten Energie- und Treibhausgas-Bilanzen sowie eine Potenzialanalyse und Zielfestlegung. 

Der nächste Schritt bestehe in der Akteursbeteiligung. Für eine erfolgreiche Umsetzung sei es notwendig, Verwaltung, Investoren, Energieversorger, Interessenverbände sowie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einzubinden.

Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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