„Jugend jazzt“ mit Workshopwochenende und Abschlusskonzert am Domgymnasium

Kleiner Rahmen und trotzdem spitze

Die aus den Jazzdogs hervorgegangene Band bei der Workshoparbeit.
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Die aus den Jazzdogs hervorgegangene Band bei der Workshoparbeit.

Verden – „Jugend jazzt“ trotz(t) Corona. Der Workshop für Nachwuchsjazzer fand trotz der Pandemie statt, wenn auch in kleinerem Rahmen als gewohnt. Zum 19. Mal hatte der Verein Verdener Jazz- und Bluestage in Zusammenarbeit mit dem Domgymnasium und der Musikschule Hartig zu einem Workshopwochenende in das Domgymnasium eingeladen. Zum krönenden Abschluss gab es am Sonntagnachmittag auf der Schulhofbühne ein mitreißendes Konzert, bei dem die Nachwuchsmusiker gemeinsam mit ihren Dozenten die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten.

Organisiert worden waren die Workshops wie in den Jahren vom stellvertretenden Schulleiter des Domgymnasiums, Michael Spöring, und Axel Hartig. „Aufgrund der aktuellen Situation haben wir den Workshop in diesem Jahr um einen Tag verkürzt und haben auch weniger Teilnehmer, etwa ein Drittel von dem was sonst üblich ist“, berichtete Axel Hartig. Da eine Übernachtung diesmal nicht möglich war, kamen die Teilnehmer, mit Ausnahme einer Band aus Bremen, aus dem Landkreis Verden. Trotz der geringeren Teilnehmerzahl gab es vier Combos. Sie wurden von Dozenten mit meist jahrelanger „Jugend jazzt“-Erfahrung gecoacht. Weil weniger Teilnehmer da waren, mussten die Dozenten diesmal selber mitspielen. „So ist eine schöne Mischung aus Schülern und Profis entstanden“, fand Hartig.

Auch Michael Spöring konnte der aktuellen Situation durchaus etwas Positives abgewinnen. Durch die kleineren Gruppen sei eine intensive Förderung möglich gewesen. Die Bandbreite des Alters der Teilnehmer war in diesem Jahr besonders groß, sie reichte von 12 bis zu fast 30 Jahren. Auch musikalisch war Vielfalt angesagt. Das Repertoire reichte von Swing- und Jazzklassikern über Jazzrock, Reggae und Funk bis hin zu Eigenkompositionen.

Die Organisatoren zeigten sich froh, dass es gelungen war, den Workshop trotz Corona stattfinden zu lassen. „Zwar ist der Aufwand größer als gewohnt, wir wollten aber zeigen, dass es möglich ist, solche Veranstaltungen sicher durchzuführen“, betonte Spöring. Er sah das Wochenende auch als Test für kommende Veranstaltungen der Schule. „Mit unseren Ensembles haben wir seit März nicht gespielt. Wir hoffen, dass es bald wieder losgeht.“

Dass sich der Einsatz gelohnt hat, den Workshop kurzfristig auf die Beine zu stellen, bewiesen die Nachwuchsmusiker mit dem Abschlusskonzert am Sonntag. Umrahmt wurde das Programm von „Funk Diffusion“, der Band, die aus „Jugend jazzt“ hervorgegangen ist und sich in der Region mittlerweile einen Namen gemacht hat. Mit „Humanism“ sorgten sie für einen flotten Auftakt. Viel Applaus gab es auch für die Interpretation des Klassikers „Summertime“.

Die erste Workshop-Combo bestand hauptsächlich aus Mitgliedern der Jazzdogs. Mit Christian Suter Mario Emde und Jan-Willem Overweg hatten sie gleich drei Coaches. Die Jazzstandards „Watermelon Man“, „Blue Boss“ und „The Blues Walk“ kamen beim Publikum prima an. Für die Soli gab es oft Szenenapplaus.

„The Last One Dancing“ mit Sängerin Lucy kamen aus Bremen und hatten sich als Band angemeldet. Die fünf Bremer wurden von Stefan Ulrich und Frank Schöttl betreut und bewiesen ihre Wandelbarkeit mit drei hervorragenden Eigenkompositionen. Die Band zeigte die ganze Bandbreite des Jazz´ mit Funk, Reggae und einer Ballade.

Die nächste Band, gecoacht von Hauke Schlüter, war wieder ein Eigengewächs und ist aus der Bigband des Domgymnasiums hervorgegangen. Vor allem ihre Interpretation des Klassikers „Take Five“ war herausragend.

Auch die Urgesteine von „Jugend jazzt“ hatten sich zu einer Combo zusammengefunden. Sie arbeitete mit den Coaches Benny Grenz und Daniel Gaiser. Ihr mitreißender Auftritt endete mit dem fulminanten „Sax Pack“, arrangiert von Justus Wahlers.

Zum Abschluss des Tages heizte die Band „Funk Diffusion“den Zuhörern tüchtig ein.  ahk

Die Combo „BigBand Dog“ begeisterte beim Abschlusskonzert.

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