Weniger Tests und Masken im Landkreis Verden: Die neuen Lockerungen im Alltag

Kleine Schritte Richtung Normalität

Auf dem Wochenmarkt sind eine Marktbeschickerin und eine Kundin dabei einen Ein kauf abzuwickeln.
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Auf dem Wochenmarkt haben die Masken ausgedient. Zumindest wenn Kunden und Beschicker auf den Abstand achten.

Landkreis – Eigentlich ist die Sieben-Tage-Inzidenz schon seit dem zehnten Juni unter dem Schwellenwert von zehn. Die jetzt zum Wochenbeginn gültig gewordenen Lockerungen der Corona-Bestimmungen hätten also schon einige Tage früher wirksam werden können. Dass das nicht möglich war, liegt einfach daran, dass es sie noch nicht gab. Das Land Niedersachsen hat erst vor einer Woche seine Entscheidungen darüber getroffen, wie sich der Alltag ändert, wenn der Inzidenzwert stabil unter zehn fällt.

Abstandspflicht gilt weiter

Immerhin waren die Einwohner im Landkreis Verden damit automatisch mit im Boot und profitieren von den weiteren kleinen Schritten in Richtung Normalität. Die so lange aufgeschobenen Feiern können jetzt größer werden und unterliegen seit Montag weniger Regeln. Für das Testzentrum werden seltener Umwege nötig und Masken können häufiger in den Taschen bleiben. „Auch der Besuch des Wochenmarktes ist jetzt ohne Maske wieder möglich“, bestätigte Landkreis-Sprecher Ulf Neumann. Er betont aber, dass weiterhin auch bei solchen Gelegenheiten die Abstandspflicht einzuhalten ist.

Es ist ein bisschen wie im vergangenen Jahr. Mit dem sommerlichen Wetter kamen damals die sinkenden Zahlen und die Lockerungen. Aber auch wenn die private Geburtstagsfeier, die aufgeschobene Hochzeit oder jetzt zur Europameisterschaft die Fußball- und Grillfeier möglich wird, ist nicht alles plötzlich wie früher. Vor dem Missverständnis warnte auch Amtsärztin Jutta Dreyer.

Einkauf im Laden mit Maske

So bleibt auch Einkauf im Laden maskiert, nur auf dem Parkplatz kann die Maske schon in der Tasche verschwinden. In Bus und Bahn gilt die Maskenpflicht aber uneingeschränkt weiter.

Vor der Disko zum Testzentrum

Auch werden weniger Tests benötigt. Für die Busreise, Kutschfahrten in der Gruppe oder Fahrgastschifffahrt auf Aller und Weser ist der Abstecher zum Testzentrum nicht mehr nötig. Wer allerdings in den Club oder in die Diskothek möchte, sollte ein negatives Ergebnis vorlegen können.

Ähnliches gilt für die geschlossenen Gesellschaften, die in der Gastronomie feiern wollen. Da darf es auch schon mal eine größere Hochzeit mit 100 Gästen und mehr sein. Aber bereits ab 25 Personen drinnen und ab 50 Personen unter freiem Himmel wird ein negativer Testnachweis notwendig. Abstandsregeln und Maskenpflicht stören dann aber das gemeinsame Erlebnis nicht mehr.

Mit Maske bis zum Sitzplatz

Auch bei Veranstaltungen fallen die Abstandsregeln und die Maskenpflicht weg, wenn in Innenräumen nicht mehr als 25 Personen und draußen nicht mehr als 50 Personen teilnehmen. Erst wenn die Gruppen größer werden, muss die Maske zumindest bis zum Sitzplatz getragen werden. Negative Testergebnisse müssen nicht nachgewiesen werden. Wenn der Veranstalter sie aber verlangt, fällt die Maskenpflicht komplett weg.

Große Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmer benötigen eine Genehmigung, und für alles, was deutlich darüber hinaus geht, soll es bald bundesweite Regelungen geben, kündigt Neumann an.

Geimpfte und Genesene nicht mitzählen

Auch privat sind Zusammenkünfte von bis zu 25 Personen drinnen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel möglich. Dabei spielt es neuerdings keine Rolle mehr, welchem Haushalt sie angehören. Geimpfte und genesene Personen brauchen dabei nicht einmal mehr mitgezählt zu werden, ebenso Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren.

Nur noch ein Test im Hotel

Echte Erleichterungen haben die neuen Regeln zudem für das Beherbergungsgewerbe und seine Kunden gebracht. Davon profitiert nicht nur die heimische Gastronomie. Das kann auch die Planung von Urlaubsfahrten und Ausflügen erleichtern. In Hotels und Pensionen fallen die bis dahin vorgeschriebenen regelmäßigen Tests alle zwei Tage weg. Nur bei der Ankunft müssen die Gäste jetzt noch ein negatives Testergebnis vorlegen können, zumindest, wenn sie nicht sowieso schon vollständig geimpft oder im vergangenen halben Jahr von eine Covid-19-Erkrankung genesen sind.  kle

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