Kostengünstige Variante angeregt

25 zusätzliche Abstellflächen: Kleine Parkplatzlösung für die Kaufhalle

Tagebau auf dem ehemaligen Gelände der Kaufhalle: Das Kaufhaus ist komplett geschleift, nun soll dort übergangsweise geparkt werden. Fotos: wienken
+
Tagebau auf dem ehemaligen Gelände der Kaufhalle: Das Kaufhaus ist komplett geschleift, nun soll dort übergangsweise geparkt werden.

Verden - Mit einem eigenen Vorschlag reagiert die Verdener Stadtverwaltung auf die Entscheidung um provisorische Parkplätze auf dem Kaufhallengelände. Das Rathaus schlägt zur abschließenden Debatte am kommenden Donnerstag im städtischen Finanzausschuss eine kleine Variante mit zusätzlich 25 Abstellflächen vor. Das sei quasi kostenlos zu machen, heißt es als wichtigste Begründung. Die FDP hatte zuvor per Antrag ein Herrichten des gesamten Areals für Autos vorgeschlagen.

Konkret heißt es in dem Verwaltungsentwurf, nach Abriss des Kaufhallengebäudes werde der vorhandene Parkplatz einschließlich der Anlieferzone neu markiert. Die Zahl der Stellplätze wachse von bisher 55 um rund 25 auf insgesamt 80. Auch für das dann verbliebene Areal wisse man eine Lösung: Es werde mit geringem Aufwand mit einer bienenfreundlichen Blumenmischung begrünt. Und dies alles schon sehr bald. Ende März, Anfang April sei der Abriss des alten Kaufhallengebäudes beendet.

Dass es überhaupt zu dieser Debatte kam, liegt an dem gescheiterten ersten Vergabeverfahren für das Verdener Renommierprojekt Stadtkante. Im Zeitraum bis zum Vertragsabschluss mit einem neuen Investor und dem tatsächlichen Baubeginn solle die abgeräumte Fläche nicht ungenutzt sich selbst überlassen bleiben, heißt es sinngemäß im Antrag der Liberalen. Unklar bleibt weiterhin, wie überhaupt die nächsten Schritte sind. Bürgermeister Lutz Brockmann hatte auf Nachfrage zuletzt erklärt, es sei alles möglich, von einer kompletten Neuausschreibung bis zum Aufgreifen eines der bereits vorliegenden Interessenten-Vorschläge. Die Politik wolle zeitnah entsprechende Beschlüsse herbeiführen, sagte er. Auf jeden Fall hätten sich die Voraussetzungen seit dem ersten Ausschreibungsverfahren verändert, betonte das Stadtoberhaupt: „Ein freigeräumtes Gelände ist für Investoren natürlich viel interessanter als ein bebautes.“ Unklar blieb darüber hinaus lange, ob das erste Verfahren komplikationslos beendet werden kann. Brockmann gibt inzwischen Entwarnung: „Wir haben das Schriftwerk anwaltlich überprüfen lassen. Da bestehen keine Verpflichtungen.“

Bagger schaufeln die dicken Betonbrocken in eine Steinmühle (r.).

Das große Parkplatzprovisorium, das von der FDP favorisiert wurde, hatte nach Ermitteln der Kosten große Augen ausgelöst. Satte 75.000 Euro schlugen zu Buche, zwei Drittel für den Einbau des Schotters aus dem Abbruchmaterial, ein Drittel für das anschließende Beseitigen. „Das ist zu viel Geld“, sagte Stadtkämmerer Andreas Schreiber schon Anfang Januar auf Nachfrage. Die kleine Lösung auf dem bestehenden Parkplatz an der Ecke Blumenwisch/Allerufer löse dagegen keine nennenswerten Kosten aus.

Gleichzeitig wolle die Verwaltung prüfen, ob nach dem Abriss vom Kaufhallengebäude der geplante Straßenbau und Lückenschluss zwischen Reeperbahn und Nordertor zumindest in Teilbereichen auf Anfang 2021 vorgezogen werden kann. Die vorliegende Planung sieht 32 Parkplätze auf der Westseite der neuen Straße und weitere 20 Parkplätze auf der Ostseite vor. Das Vorziehen des Straßenbaus komme Anwohnern zugute. Während des Neubaus der Nordbrücke müsse die Straße Am Allerufer für den Autoverkehr gesperrt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Meistgelesene Artikel

Weitere Covid-19-Infektionen und erste Bilanz der Polizei

Weitere Covid-19-Infektionen und erste Bilanz der Polizei

Lesestoff hinter der Kirchentür

Lesestoff hinter der Kirchentür

Alltag mit Corona: Fünfköpfige Familie spricht über neuen Tagesablauf ohne Kita und Schule

Alltag mit Corona: Fünfköpfige Familie spricht über neuen Tagesablauf ohne Kita und Schule

Neues Zuhause für Lana

Neues Zuhause für Lana

Kommentare