Viele Angebote für Jüngere

Stadthalle stellt neues Spielzeit-Programm vor

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Carola Cordes von der Stadt (l.) sowie Hanna Meyer und Hans-Joachim Benner vom Theaterbeirat präsentierten das Programm in der nächsten Saison.

Verden - Schauspiel, Pantomime und Kabarett: Ein abwechslungsreiches Kulturbündel hat der Theaterbeirat der Stadt für die kommende Spielzeit in der Verdener Stadthalle geschnürt.

Im Pressegespräch haben Carola Cordes vom Fachbereich Bildung und Kultur im Rathaus sowie Hanna Meyer und Hans-Joachim Benner vom Theaterbeirat den Mix aus progressiven und klassischen Werken für die Saison 2017/2018 vorgestellt. Das Programm haben sie mit Kathrein Goldbach, Otto Peemöller, Dr. Eckhard Lang und anderen engagierten Bürgern beschlossen.

Was also bringt das neue Theaterabonnement? Mit einem Gastspiel des Rheinischen Landestheaters Neuss startet es am Mittwoch, 27. September, um 20 Uhr. Unter der Regie von Bettina Jahnke wird das Schauspiel mit Musik „Das kalte Herz“ aufgeführt, dem die gleichnamige Erzählung von Wilhelm Hauff zugrunde liegt.

„King Charles III“ am 21. November

Zwei Monate später, am Dienstag, 21. November, darf sich das Publikum auf die Bremer Shakespeare Company und auf das Stück „King Charles III“ freuen. Das Drama von Mike Bartlett wurde 2014 im Londoner Westend uraufgeführt und seitdem bereits am Broadway sowie in Australien vor ständig ausverkauften Häusern gespielt. „Das Stück agiert mit Visionen, da es den Wechsel an der britischen Krone nach dem Tod von Elisabeth II thematisiert. Prinz Charles ist darin der designierte Thronfolger, der im Fokus politischer und privater Intrigen steht“, berichten Meyer und Benner. Das Stück sei anspruchsvoll und sehr unterhaltsam.

Besonderes wird den Theaterfans auch am Sonnabend, 27. Januar, mit einem Stück geboten, das ganz ohne Worte auskommt: „Hotel Paradiso“ von Familie Flöz. Hinter dem originellen Ensemblenamen verbirgt sich eine Gruppe von Theaterschaffenden, die einst aus dem Studiengang Pantomime, heute „Physical Theatre“ an der Folkwang-Hochschule in Essen, hervorgegangen ist.

„Wir sind sehr gespannt auf das Stück und wie es beim Publikum ankommt“, so Meyer und Benner. Die Süddeutschen Zeitung habe kommentiert: „Am Ende könnte man schwören, die Darsteller hätten gesprochen, gelacht und geweint. Ein spannendes Theaterexperiment.“ Zudem sei es ein Werk, das auch jüngere Semester anspreche.

Brechts „Kaukasischer Kreidekreis“ am 8. März

Wer die klassische Moderne favorisiert, sollte sich den Donnerstag, 8. März, notieren, wenn Brechts „Kaukasischer Kreidekreis“ mit Musik von Peter Dessau aufgeführt wird. Die unkonventionelle, teils mit Masken vorgetragene Inszenierung des Euro-Studios Landgraf hat bislang ein positives Echo gefunden.

Auch dieser innovative Theatermix könnte ein junges Publikum ansprechen. Dieses Ziel verfolgt der Theaterbeirat seit Jahren, wenn auch bislang nur mit mäßigem Erfolg. „Man darf aber nicht locker lassen“, so Meyer und Benner.

Der schwäbische Kabarettist Matthias Richling wird den neuen Theaterreigen beschließen. Er kommt am Mittwoch, 25. April, mit seinem neuen Programm in die Stadthalle. „Das wird ein Erfolg“, ist Cordes bereits sicher, zumal Kabarett noch in jeder Spielzeit die meisten Besucher angelockt habe. „In der vergangenen Saison wurden durchschnittlich 400 Theaterbesucher gezählt. 340 Voll-Abonnements und 221 Teil-Abos wurden ausgegeben. Bei 570 Plätzen in der Stadthalle ist also noch Luft nach oben“, berichtete Cordes. Beim Ticketkauf gebe es Neuerungen: „Der Vorverkauf startet ab 19. Juni und ist dann auch online möglich. Das detaillierte Programm im Internet ist bereits einsehbar. Die Preise wurden leicht erhöht, sodass ein Voll-Abonnement 41 bis 80 Euro und ein Mini-Abo für drei Aufführungen von 26 bis 53 Euro kostet und Einzeltickets von 13 bis 23 Euro zu haben sind. 

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