Verdener Politik gibt doch Startschuss für Sanierung

Kita Wilhelmstraße: Spektakuläre Rolle vorwärts

Blick aus der Froschperspektive auf den Eingang der eines Kindergartens.
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Kann jetzt doch schon in diesem Jahr gestartet werden: die Sanierung der Kita Wilhelmstraße.

Sie nörgelten an den 25 000 Euro herum, die in einen Architekten-Wettbewerb fließen sollen. Ob das notwendig sei, lautete die Frage. Sie entdeckten das Kleingedruckte, das im laufenden Jahr keine neuen Haushaltstitel für das Jahr 2021 erlaube, auch nicht für den Dom-Kindergarten an der Wilhelmstraße. Alles Schnee von gestern.

Verden - Nur zwei Wochen nach einem einstimmigen Nein zur Kostenübernahme vollzog Verdens Politik die spektakuläre Rolle vorwärts. Einstimmiges Ja im Jugend- und Sportausschuss zum Architekten-Wettbewerb noch in diesem Jahr.

Und genauso bemerkenswert die Begründungen. Auslöser für die neue Sicht der Dinge war ein SPD-Antrag, die Gelder außerplanmäßig zur Verfügung zu stellen. CDU-Ratsherr Lars Brennecke erklärte, er begrüße sehr die neue Initiative zum raschen Start der Kita-Sanierung. In der Öffentlichkeit sei der Eindruck entstanden, der Ausschuss habe kleinkariert reagiert. Das treffe nicht zu. „Der Ausschuss steht geschlossen hinter dem Ausbau an der Wilhelmstraße.“ Grund zur Ablehnung sei eine „mangelhafte Vorlage der Verwaltung“ gewesen, der Ausschuss habe ablehnend reagieren müssen. „Wir konnten gar nicht anders.“

Bürgermeister Lutz Brockmann wies die Kritik zurück. „Ich habe den Eindruck, der Ausschuss steht voll und ganz hinter der Sanierung.“ Und wenn das so sei, dann hätte er auch den Beschluss für den Startschuss der Vorbereitung fassen können. Schon im Juni. Brockmann: „Bisher zählte immer das Wort des Stadtrates. Wenn es der Rat beschließt, dann gilt es.“

Altbau entspricht nicht modernen Anforderungen

Ausschussvorsitzende Antje Engel (SPD) unterstrich, man wolle eine verlässliche Aus- und Zusage abgeben. Mit dem abschließenden einstimmigen Votum, dem sich der Finanzausschuss ebenfalls einstimmig anschloss, fehlt nur noch der abschließende Segen des Stadtrates, ehe die Domkirchengemeinde starten kann. Geplant ist wie berichtet ein Wettbewerb für drei Architektur-Büros noch in diesem Jahr. Im April 2022 lägen die Ergebnisse vor, im Jahr 2023 könne gebaut werden, so die ehrgeizige Zeitschiene.

Derweil hat sich an den aktuellen Problemen an der Wilhelmstraße in den vergangenen zwei Wochen nichts geändert. Das Altgebäude aus den 50er-Jahren, das Dachgeschoss weder wärmeisoliert noch brandschutztechnisch auf dem neuesten Stand, die Küche hinkt hinter den Anforderungen der Lebensmittelkontrolleure hinterher, der Anbau, der vor 13 Jahren emporgezogen wurde, erfüllt längst nicht mehr die Anforderungen, die im Kita-Gesetz festgeschrieben sind, und die Mitarbeiter verbringen viel Zeit mit dem Umräumen, weil der Mehrzweckraum mal als Bewegungsraum dient, mal als Schlafraum. Dr. Christiane Morré, für die Kinderbetreuung der Stadt verantwortlich, wies Ende Juni ferner auf das Fehlen eines Personalraumes hin, auf das Fehlen eines separaten Essraumes, und Differenzierungsräume, die gebe es auch zu wenig.

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