Dank „Keiner ist allein“: Hoppenkamp mausert sich zu bürgerlicher Wohnsiedlung

Kista sucht Mitstreiter

Freuen sich über Erreichte: Elke Sadiaq und Heike Becker (r.), Vorsitzende des Vereins.

Verden – Kista: fünf Buchstaben, die für „Keiner ist allein“ stehen und die die Intention eines Vereins beschreiben, der sich im Stadtteil Hoppenkamp engagiert und zunehmend eigene Projekte auf die Beine stellt.

Verändert hat sich in den vergangenen Jahren schon vieles im Bereich Hoppenkamp, dem Quartier Verden-Ost. Vom einst vernachlässigten Problem-Stadtteil hat sich das Viertel dank engagierter Quartierarbeit inzwischen zu einer zunehmend bürgerlichen Wohnsiedlung gemausert. Nachholbedarf gibt es aber noch hinsichtlich einer eigenen Identität und bürgerschaftlichem Engagement durch die Bewohner. Kista setzt genau hier seine Arbeit an.

Um neue Projekte rund um den Hoppenkamp umsetzen zu können, sucht der Verein zunächst einmal dringend weitere Aktive. „Wir haben noch viele Ideen, aber die brauchen auch Menschen, damit sie in die Tat umgesetzt werden können“, sagt Heike Becker, die Vorsitzende des kleinen Vereins, der sich mit bemerkenswert viel Schwung für ein gutes Miteinander am Hoppenkamp eingesetzt.

So ist es in der Vergangenheit auch mithilfe des Vereins in kleinen Schritten das gelungen, was noch vor nicht allzu langer Zeit undenkbar erschien: ein friedliches, harmonisches und respektvolles Miteinander vieler Kulturen und ein angenehmes Wohnumfeld. „Kista ist ein Angebot an alle Bewohner des Stadtteils, sich einzubringen, um gemeinsam Vorhaben zu verwirklichen“, so Becker. Der Verein sei schließlich mittendrin und genau das wolle man auch durch sämtliche Aktivitäten zum Ausdruck bringen.

Zurzeit hat Kista nur 20 Mitglieder. Deshalb ist es umso erstaunlicher, was diese kleine Schar ehrenamtlich so alles für ihren Stadtteil schafft. Becker: „Wir beteiligen uns aktiv am Geschehen und bei den Veranstaltungen im Mehrgenerationenhaus Bürgertreff, beispielsweise am Mittagstisch und dem jährlichen Stadtteilfest, fördern Ausflüge für die Bewohner und greifen hin und wieder auch dem Bürgertreff für Aktivitäten finanziell unter die Arme.“

Auch die Ausstattung des Stadtteils mit Bänken und die Aufwertung des Wohnumfelds durch Grün habe der Verein in jüngster Vergangenheit gefördert. „Das waren alles gute Aktionen“, wie Bewohnerin und Vereinsmitglied Elke Sadiaq lobt. Auch sie ist stolz auf das bislang Erreichte, das ohne die Beharrlichkeit des Vorstands mit Heike Becker, Claudia Großer, Stefan Lusa und Monika Bleckwehl sowie der Vereinsmitglieder nicht möglich gewesen sei.

Und wie finanziert der Verein sein Engagement? „Das geschieht ausschließlich durch die beim Stadtteilteilfest erzielten Einnahmen und natürlich durch die Gewinne, die die Kleiderstube abwirft, die ehrenamtlich von Miriam Rathjen geführt wird. Wir haben auch weitere Projekte im Visier und einige sind schon konkret“, erzählt Becker. So seien auf der jüngsten Vorstandssitzung zur Wohnumfeldverbesserung Gelder für eine Bienenwiese und deren Einfriedung durch einen Staketenzaun beschlossen wurde. Fördern wolle Kista außerdem zeitnah, dass an den Hauseingängen weitere Blumenkübel gepflanzt, eine zusätzliche Sitzgarnitur zwischen den Wohnblöcken und Palettenmöbel vor der Kleiderstube aufgestellt werden.  nie

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