44 Kilometer Glasfaser: Telekom beginnt mit Breitbandausbau im Vorwahlbereich 04231

Bis Herbst schnelles Internet in Verden

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Sie nahmen für VDSL die Schaufeln in die Hand: die Bürgermeister Lutz Brockmann (l.) und Alexander von Seggern (r.) mit Jan Helms von der Telekom.

Verden - „Das ist wichtig für den Wirtschaftsstandort“, war sich Lutz Brockmann schon mal sicher. Als Startschuss für die Versorgung des Vorwahlbereiches 04231 mit schnellem Internet traf sich Verdens Bürgermeister mit seinem Dörverdener Kollegen Alexander von Seggern und Telekom-Vertretern gestern am Holzmarkt bei einem der ersten Multifunktionsgehäuse, in denen die Anbindung an die Vectoring-Technik mit Glasfaserkabeln vollzogen wird.

„66 dieser Gehäuse werden in Verden und den Dörverdener Ortsteilen Ahnebergen und Wahnebergen aufgestellt“, berichtete Jan Helms, Telekom-Vertriebsbeauftragter für den Breitbandausbau in der Region Nord. 13000 Haushalte sollen sie ab dem vierten Quartal versorgen können. „Die Ortschaften Walle und Eissel werden noch nicht dabei sein, dafür aber die Kirchlintelner Ortschaft Luttum“, wusste Brockmann. Hintergrund für die Entscheidung sei eine bundesweite Ausbauplanung des Versorgungsunternehmens.

Nicht nur bei Unternehmen, auch bei Privatkunden sei die Qualität der Internetversorgung ein Standortfaktor, kommentierte Helms die Bedeutung des Projekts. Fernsehen aus dem Internet, gleichzeitig telefonieren, surfen und vielleicht noch Bilder und große Datenmengen mit Freunden oder Kunden austauschen: Die Erwartungen an das, was der Internetanschluss leisten soll, werden immer höher. Das gewohnte Kupferkabel könne diesen Anforderungen nicht gerecht werden. Leitungen aus Glasfasern könnten die Datenmassen dagegen mit einem Vielfachen an Leistungsfähigkeit in Lichtgeschwindigkeit transportieren.

VDSL, Very Highspeed Digital Subscriber Line, heißt die Technik, die die Telekom in Verden umsetzen will. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde sollen dann für den einzelnen Kunden im Download möglich werden. Beim Heraufladen von Dokumenten, Bildern oder Videos sollen 40 Megabit pro Sekunde möglich werden.

Projektverantwortlicher in Verden ist Hansjürgen Timmreck. Er hat mit seinen Mitarbeitern bereits die ersten Meter Glasfaser verlegt. „44 Kilometer sollen es werden bis zum Herbst“, berichtete er. Kein Pappenstiel, denn das Verlegen eines Kilometers soll 70000 Euro kosten. Die neuen Kabel und die neue Technik werden die örtlichen Verbindungsstellen mit den Multifunktionsgehäusen, von denen eines 30000 Euro kostet, verbinden.

In diesen Hightech-Kästen werde dann die Glasfasertechnik wieder an die Kupferverteiler übergeben. Den einzelnen Haushalt erreicht weiterhin das Kupferkabel. Wer mit dem gewohnten Internettempo zufrieden ist, brauche deshalb im Herbst nicht aktiv zu werden. Wer aber Highspeed-Datenverkehr benötigt, müsse über entsprechende neue Produkte nachdenken. Das werde dann die Umstellung der Routertechnik bedeuten, sagte Helms.

kle

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