„Formel Zukunft“ startet neuen Wettbewerb

Kettenreaktion aus dem 3-D-Drucker

Sieben Frauen und Männer lächeln freundlich in die Kamera. Vor ihnen auf einem Tisch ist eine Art Versuchsanordnung zu sehen, als Beispiel für einen Wettbewerbsbeitrag. Im Hintergrund ist zwei Banner erkennbar, die für den Wettbewerb Formel Zukunft und die Stiftung der Kreissparkasse werben.
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Einen ersten Lösungsvorschlag für die Formel-Zukunft-Aufgabe hatten Dieter Schmidt und Dr. Jörg Peters (3. und 4. v. l.) schon mal aufgebaut. Mit Dr. Beate Patolla und Günter Osswald (v.l.), Wolfgang Reichelt, Matthias Knak und Petra Sehrt (v.r.) präsentierten sie den 3D-Domino-Day-Wettbewerb.

 „3-D-Domino-Day“ ist der Titel des aktuellen Schülerwettbewerbs „Formel Zukunft“. Bis zum 30. September können sich Gruppen aus den Jahrgangsstufen 5 bis 13 dazu anmelden. Dann haben sie acht Monate Zeit, eine elektronisch gesteuerte Kettenreaktion rund um die Zahl 20 auszutüfteln.

Landkreis Verden – „Wir brauchen die Ingenieure und technisch versierten Mitarbeiter.“ Das Bekenntnis von Wolfgang Reichelt hatte etwas von einem Aufruf. Dem Mangel an Fachkräften gerade in diesen Berufen müsse schon in der Schule entgegengewirkt werden. Der Chef des Verdener Technologie-Unternehmens Block saß deshalb auch nicht zufällig in der Runde in den Räumen der Kreissparkasse, in der ein besonderer Durchgang für den Schülerwettbewerb „Formel Zukunft“ präsentiert werden sollte.

„3-D-Domino-Day“ ist diesmal der Titel der Konkurrenz für Schülergruppen aus dem gesamten Landkreis. Und mit der Kettenreaktion, die die teilnehmenden Gruppen auslösen und elektronisch steuern sollen, soll so oft wie möglich die Zahl 20 eine Rolle spielen. Diesmal geht es nämlich nicht nur darum, bei den jungen Teilnehmern das Interesse an Naturwissenschaft und Technik zu wecken, wie KSK-Vorstand Matthias Knak bei der Begrüßung erklärte.

Bei diesem Formel-Z-Durchlauf soll gefeiert werden, dass der Leistungswettbewerb schon zum 20. Mal durchgeführt wird. Eigentlich ist das Feierjahr fast vorbei, die 20 Jahre fast schon um, in denen die von der Stiftung der Kreissparkasse angeschobene Veranstaltung alljährlich läuft. Dass gerade der runde Geburtstag verschoben werden musste, war ein weiteres Opfer der Pandemie.

GaW als Austragungsort im Jubiläumsjahr

So werden denn auch die Wunderwerke, die die Schülerinnen und Schüler planen und dann auch praktisch umsetzen, erst am Domino-Day im nächsten Jahr zum Einsatz kommen. „Das wird im Gymnasium am Wall stattfinden“, konnte Schulleiterin Petra Sehrt schon einmal ankündigen. Ihr passte das auch schon deshalb ganz gut, weil die 1872 privat gegründete Schule selbst Jubiläum feiert.

„An der Liste der Wettbewerbsthemen in den zwei Jahrzehnten lässt sich die technologische Entwicklung ablesen“, deutete Dr. Beate Patolla, Geschäftsführerin der KSK-Stiftung, an, dass die Aufgabenstellungen bewusst aktuelle Schwerpunkte aufgreifen. So sei das auch diesmal. Die Gruppen sollen bei der Umsetzung ihrer Beiträge nicht nur die Steuerung mit elektronischer Unterstützung verwirklichen, sondern auch Bauelemente mit einem 3-D-Drucker herstellen.

Teilnehmer haben acht Monate Zeit zum Tüfteln

Dafür erhalte jede Schule mindestens ein solches Gerät. Und, wie Matthias Knak betonte, der Drucker werde auch in der Schule bleiben. „Auch so wollen wir die Begeisterung für die Technik wecken“, sagte der Sparkassenvorstand. Es gehe darum auszuprobieren und sich mit der Technik zu erleben.

Dass dieses Konzept aufgeht, konnten die Pädagogen, die im MINT-Kompetenzzentrum Formel (Z)ukunft den Wettbewerb gestalten, aus ihren Schulen berichten. „Schüler, die in den Formel- Zukunft-AGs mitarbeiten, sind oft so begeistert von Technik, dass es bis zum Abitur trägt“, bestätigte Dr. Jörg Peters als Lehrer am Gymnasium am Wall. Auch sein Kollege an der IGS Oyten, Dieter Schmidt, konnte den pädagogischen Erfolg des Wettbewerbs feststellen. Mit dem Diplom-Ingenieur Günter Osswald, der Vorsitzender der Jury ist, haben die beiden im Kompetenzzentrum die Aufgabe für diesen Jubiläumsdurchlauf des Wettbewerbs ausgetüftelt.

Aber nicht nur das Arbeitsgerät, auch für weiteres Material erhalten die Gruppen ein Budget, sodass sie nur noch in den AGs in acht Monaten ihrer Kreativität freien Lauf lassen müssen. Neben der Technikbastelei in der Gruppe könnten die Schülerinnen und Schüler auch die Preise locken, die die Sparkasse in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen ausgelobt hat. Und für die besten weiblichen Technik-Gruppen gibt es dann noch den speziellen Marie-Curie-Preis. Anlass ist, dass im MINT-Bereich, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, Frauen immer noch einen viel zu kleinen Anteil haben.

Bis zum 30. September sollten die Gruppen aus den Jahrgangsstufen 5 bis 13 sich anmelden.

Weitere Informationen unter mint-verden.de.

Von Ronald Klee

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