Gesprächsstoff in den Familien

U18-Wahl in Verden: Keine Tendenz zu radikalen Parteien

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Dürften sie wählen, würden sich unter 18-Jährige mit einer geringen Mehrheit für die CDU entscheiden. Es folgen die SPD, Bündnis 90 / Die Grünen, Die Linke und sonstige Parteien.

Verden - Kinder und Jugendliche konnten in der vergangenen Woche im Rahmen der U18-Wahl auch in Verden ihre Stimme für die Parteien und Kandidaten zur Bundestagswahl abgeben. Die U18-Wahl ist ein Projekt zur politischen Bildung, dass vom Bundesjugendring und der Bundeszentrale für politische Bildung getragen wird.

In Verden hatte das Netzwerk Jugendarbeit in Kooperation mit dem Gymnasium am Wall und Wabe (Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage) drei Wahllokale im Stadtgebiet eingerichtet.

Das Netzwerk Jugendarbeit der Stadt Verden hatte zudem Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren mit einer Postkarte auf die U18-Wahl hingewiesen und auf überparteiliche Informationsquellen wie den Wahl-O-Mat auf dem Internetportal der Bundeszentrale für politische Bildung aufmerksam gemacht.

In einer Pressemitteilung heißt es, dass diese Aktion bei vielen Eltern auf positive Resonanz gestoßen sei, weil sie in den Familien zum Anlass genommen wurde, um über die Bundestagswahl und die Ziele der Parteien ins Gespräch zu kommen.

Mehr als 500 Teilnehmer in Verden

Insgesamt haben in Verden mehr als 500 Kinder und Jugendliche an der U18-Wahl teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass die jungen Wähler nicht zu radikalen Alternativen tendieren, sondern sich mehrheitlich auf das demokratische Spektrum konzentrieren. Gleichwohl scheinen Themen wie Tier- und Umweltschutz eine starke Bedeutung zu haben. Die CDU geht bei der U18-Wahl in Verden bei den Zweitstimmen als stärkste Partei hervor, gefolgt von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und Die Linke. Diese Zahlen sind nicht repräsentativ, signalisieren aber die Interessen der jungen Wähler. Die Redaktion der Schülerzeitung am GaW wird in der nächsten Ausgabe eine detaillierte Analyse der Wahlergebnisse an ihrer Schule vorstellen und sich dabei auch der Erststimmen annehmen, die vielleicht noch einige Überraschungen beinhalten.

Die U18-Organisatoren in Verden werten die Wahl als Erfolg und möchten sich auch in den nächsten Jahren wieder daran beteiligen.

Rudi Klemm von Wabe machte deutlich, dass es wichtig sei, Kindern und Jugendlichen möglichst früh die Bedeutung und Mechanismen der Demokratie zu vermitteln: „Junge Menschen müssen die Folgen der Entscheidungen heutiger Politik später bewältigen. Deshalb sollten in Zukunft die Kinder und Jugendlichen stärker zu Wort kommen.“

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