Saal laut Verwaltung nicht zugelassen

Heftige Diskussionen wegen Untersagung der „Rodizio“-Fete

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Den ultimativen Test machte unsere Zeitung am Freitagmittag im Saal des Verdener Restaurants „Rodizio“: So sieht es aus, wenn die zugelassenen 18 Personen die Räumlichkeiten betreten.

Verden - Von Volkmar Koy. Unsere Zeitung titelte am Freitag „Stadt untersagt Silvester-Party“ – mit anschließenden unzähligen Zugriffen auf die Online-Version und auf Facebook. Am Freitag folgte die Begründung: Für den Saal des „Rodizio“ an der Bahnhofstraße gebe es nach der Bauordnung schlichtweg keine Genehmigung.

Wie berichtet, war die städtische Untersagung für das Silvester-Event erst am Donnerstag bei Inhaber Hüseyin Tavan eingetroffen. Ohne Angabe von Gründen sei darauf hingewiesen worden, dass der Saal lediglich für 18 Personen zugelassen sei. Was weder Tavan noch eine Vielzahl von Bürgern in den sozialen Netzwerken nachvollziehen können. Der Gastronom musste dennoch reagieren. Die Silvester-Fete mit rund 120 Personen wird nun vom „Rodizio“ ins am Wall gelegene „Bodega“ verlegt. 

Birgit Koröde, zuständige Fachbereichsleiterin bei der Stadt, betonte, es werde eine bauaufsichtliche Anordnung folgen. Darin komme zum Ausdruck, dass der Saal für solche Zwecke wie die Silvester-Party nicht zugelassen sei. Baurechtliche Vorgaben hätten auch etwas mit dem Leben und der Gesundheit der Bürger zu tun, sagte Koröde. Weiter die Fachbereichsleiterin: Wer mit seinem Auto nicht zum TÜV fahre, dürfe sich nicht wundern, wenn sein Wagen stillgelegt werde. Warum ist die Untersagung erst so spät verschickt worden? 

Antwort Koröde: „Die Veranstaltung war nicht vorher bekannt.“ Tavan selbst zeigte sich auch am Freitag verständnislos. Alle von der Stadt reklamierten Auflagen habe er erfüllt, sowohl, was Fluchtwege angehe als auch zum Beispiel die Anzahl der Toiletten. 

„Soll in Verden denn nichts stattfinden?“

„Soll in Verden denn nichts stattfinden?“ stellte Tavan eine rhetorische Frage. Auch die Parkplatzfrage sei gelöst. „Silvester kommen die wenigsten mit dem eigenen Auto“, so Tavan. Das Thema „Saal im Rodizio“ sei in keinster Weise erledigt. „Hier soll auch 2018 etwas veranstaltet werden“, gibt sich der Inhaber des Restaurants mit der jetzigen „Lösung“ nicht ansatzweise zufrieden. 

Übrigens: Am 14. Juni 2016 feierte der ehemalilige BBS-Schulleiter Reinhard Witt seinen Abschied in den Ruhestand im Saal des „Rodizio“. Witt: „Mit allem Drum und Dran – neben den eingeladenen Gästen war auch der Chor Ver-Voices mit 30 Sängern dabei. Volles Haus!“

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