Land verlängert Kooperation mit der Bildungsregion Landkreis Verden

„Kein Strohfeuerprojekt“

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Landrat Peter Bohlmann bei der Unterzeichnung der Vereinbarung, die die Bildungsregion Landkreis Verden weiter stärkt. Hinten (v.l).: Bildungskoordinatorin Berit Härthe, Ute Schwetje-Arndt (Fachdienst Wirtschaftsförderung), Jörg Rokitta (Landesschulbehörde), Lutz Brockmann (Vorsitzender des Bildungsverbundes Schule-Beruf), Erste Kreisrätin Regina Tryta und Uwe Santjer MdL, Mitglied im Kultusausschuss. - Foto: Preuß

Landkreis/Verden - Dass Bildung eine wichtige Ressource ist, hat der Landreis Verden längst erkannt – und sich entsprechend aufgestellt. Mitstreiter ist auch das Niedersächische Kulturministerium. Seit 2012 besteht zwischen ihm und dem Kreis eine Kooperationsvereinbarung über die „Bildungsregion Landkreis Verden“. Gestern besiegelten Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Landrat Peter Bohlmann mit ihren Unterschriften die Verlängerung um weitere drei Jahre.

„Das ist kein Strohfeuerprojekt“, verdeutlichte die Ministerin, dass die Unterstützung auch über 2019 hinausgehen soll. „Auch das hört man gern“, parierte Bohlmann, der zuvor schon einiges an Lob für das Engagement des Landkreises erhalten hatte.

Bereits seit 2011 arbeiten die Kommunen, Kammern, Arbeitsagentur und der Kreis im Bildungsverbund Schule-Beruf zusammen. Ziel ist hier die Vernetzung aller Bildungsakteure, die Lernangebote für Kinder und Jugendliche zu verbessern, das Bildungsniveau zu steigern und den Weg in die Ausbildung durch eine gelungene Berufsorientierung zu optimieren. „Vom ersten Gedankenaustausch über die Gründung des Bildungsverbundes bis zur Fachkräfteoffensive – die Kooperation von Land, Landkreis, Gemeinden, Arbeitsmarktakteuren und Schulen wurde nach und nach immer enger und vor allem verbindlicher“, betonte Bohlmann.

Das weiß auch die Kultusministerin zu schätzen: „Es freut mich sehr, dass das Interesse der Kommunen zunimmt, über ihre Aufgaben als Schulträger hinaus gemeinsam mit dem Land Verantwortung für die Bildung der Kinder und Jugendlichen ihrer Region zu übernehmen.“

Der Vertragsabschluss sichert dem Landkreis Verden Ressourcen im Umfang einer halben Lehrerstelle zu, so dass voraussichtlich ab 2017 das Bildungsbüro weitere personelle Unterstützung erfahren wird. Der Landkreis sagt im Gegenzug die Weiterentwicklung der Bildungsregion zu. „Das Bildungsbüro fungiert dabei als Geschäftsstelle und will hinsichtlich Berufsinformation und -orientierung die Transparenz, die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch fördern“, so Berit Härthe, neue Koordinatorin des Bildungsverbundes Schule-Beruf.

Für die kommenden drei Jahre haben sich die Verbundmitglieder einiges vorgenommen. So soll insbesondere das Kompetenzfeststellungsverfahren weiterentwickelt werden. Geplant ist außerdem, Daten zum Übergangs von der Schule in den Beruf oder zur weiterführenden Schulen zu ermitteln. Darüber hinaus steht der Austausch über gelungene Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft als Baustein der Qualitätssicherung von Berufsorientierung auf der Agenda. Zudem will man die Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen stärken. Auch die allgemeinbildenden Gymnasien, die mit der Wiedereinführung des G9 einen vertiefenden Auftrag zur Berufsorientierung erhalten, sollen verstärkt eingebunden werden.

Infos bei Ute Schwetje-Arndt (Wirtschaftsförderung), Telefon 04231/15-667, E-Mail: schwetje-arndt@landkreis-verden.de, und Bildungskoordinatorin Berit Härthe, Telefon 04231/15-162, E-Mail: berit-haerthe@landkreis-verden.de.

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