Polizei kontrolliert Fahrradfahrer im Stadtgebiet und auf der Südbrücke

Kein Auge mehr zugedrückt

Kontrolle in Verden: In der Mitte der Südbrücke, auf der Höhe der Ampel, hatten sich die Polizisten in Stellung gebracht und hielten alle Fahrradfahrer an, die verbotenerweise auf dem linken Gehweg fuhren.
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Kontrolle in Verden: In der Mitte der Südbrücke, auf der Höhe der Ampel, hatten sich die Polizisten in Stellung gebracht und hielten alle Fahrradfahrer an, die verbotenerweise auf dem linken Gehweg fuhren.

Verden – Einsatzwagen in der Innenstadt, Polizeibeamte auf dem Fahrrad am Ein- und Ausgang der Fußgängerzone und Kontrollen auf der Südbrücke – regelrecht allgegenwärtig war gestern die Polizei im Raum Verden. „Zusammen mit unserer Partner-Hundertschaft aus Hannover haben wir verstärkt Kontrollen durchgeführt“, informierte Helge Cassens, Sprecher der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, auf Nachfrage. „Insbesondere ging es uns dabei um die Überwachung des Verkehrs und dort schwerpunktmäßig um Fahrräder“, so Cassens weiter.

Bereits in der Vergangenheit sei den Polizeibeamten immer wieder negativ aufgefallen, dass Fahrradfahrer auf der Südbrücke nicht wie eigentlich vorgesehen auf der Straße, sondern auf den Gehwegen fahren. „Das ist aber nur in eine Richtung erlaubt, und zwar auf dem rechten Fußgängerweg. Und selbst da sind sie nur zu Gast. Sprich: andere wegklingeln oder mit 30 Sachen an den Leuten vorbeirauschen ist nicht“, machte Cassens klar. „Früher haben wir da viele Augen zugedrückt“, erläuterte er weiter. Doch damit sei gestern Schluss gewesen: Systematisch zog eine Gruppe Beamter auf der Südbrücke rücksichtslos oder falsch fahrende Fahrradfahrer aus dem Verkehr, und bat sie zur Kasse. „Wer erwischt wurde, musste 20 Euro zahlen, das sieht der Bußgeldkatalog vor.“ Die wenigsten, die im Rahmen der gestrigen Kontrolle angehalten wurden, waren davon begeistert. Hier und da versuchte der eine oder andere zu diskutieren, wies auf die Gefährlichkeit der Straße hin, doch ohne Erfolg.

Satte 20 Euro kostet das Fahren auf der verkehrten Seite der Brücke, Bezahlung bar oder mit Karte.

Ebenfalls in der Fußgängerzone der Innenstadt, wo – wie der Name schon sagt – Fahrradfahrer eigentlich von ihrem Drahtesel absteigen müssen, waren Einsatzkräfte unterwegs. „Auch hier ist uns immer wieder aufgefallen, dass die wenigsten absteigen und schieben, sondern über den Rathausvorplatz fahren, obwohl das verboten ist.“ Wer dort von den Beamten erwischt wurde, musste 15 Euro zahlen.

„Selbst wenn es gestern vielleicht so aussah, wir schauen nicht nur auf die Fahrräder, natürlich haben wir auch auf Autofahrer geachtet. Die müssen selbstverständlich ebenfalls rücksichtsvoll fahren, gerade dann, wenn vor ihnen ein Radler unterwegs ist. Denn die gehören – genau wie sie – auf die Straße“, erklärte Cassens abschließend.

Von Lisa Hustedt

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