Kehrtwende: Impfstart im Kreis Verden am Montag

1000 Impfdosen sollen ab Montag in den Landkreis Verden geliefert werden.
+
1000 Impfdosen sollen ab Montag in den Landkreis Verden geliefert werden.

Verden/Achim – Der Landkreis Verden wird nicht beim Start der Corona-Impfungen hinterherhinken müssen. Die Kreisverwaltung bestätigte am gestrigen Neujahrstag auf Nachfrage, auch die Region im Raum Achim/Verden werde ab Montag beliefert. Landrat Peter Bohlmann: „Wir haben noch am Mittwochabend die Informationen erhalten, dass in den Landkreis Verden wie in die anderen 38 bisher unversorgten Impfzentren in Niedersachsen ab Montag 1000 Impfdosen geliefert werden sollen.“

Bisher galt der 11. Januar als Start für die Impfungen. Daraufhin war Kritik laut geworden. In sozialen Medien wunderten sich die Menschen, in der Redaktion liefen erste Anrufe auf. Wie berichtet war viel Unverständnis über die geplante Impfpraxis geäußert worden, zumal umliegende Landkreise wie Rotenburg oder der Heidekreis zusätzliches Öl ins Feuer gossen und einen Impfstart schon gleich nach dem Jahreswechsel ankündigten.

Der Verdener Landrat weist indes auf die bisherige Planung des Landes hin. Bohlmann: „Bisher wurden nur zwölf Landkreise und kreisfreie Städte mit einer meist sehr hohen Inzidenz versorgt.“ Dazu habe der Heidekreis gehört, es gehörten aber Landkreise wie Diepholz und Verden nicht dazu. Das habe sich mit der neuen Mitteilung aus Hannover geändert. „Wenn die Mittel eintreffen, werden wir umgehend mit den mobilen Impfungen in den Pflegeheimen beginnen.“ Darauf sei man vorbereitet, und das könne jetzt auch vor dem ursprünglich geplanten 11. Januar stattfinden.

Allerdings gab er zu bedenken, der genaue Zeitpunkt sei von den Lieferungen abhängig. „Und das können wir nicht beeinflussen.“ Wichtig sei in den nächsten Wochen und Monaten, gründlich, verlässlich und auf gleichbleibend hohem Niveau zu impfen. Auch wegen der notwendigen Zweitimpfungen müsse der Impfstoff zeitnah in ausreichenden Mengen und flächendeckend zur Verfügung stehen. Nicht, dass man jetzt Gefahr laufe, es werde der Zeitkorridor zwischen erster und zweiter Impfung überschritten, beispielsweise wegen unzureichender Belieferungen mit Impfdosen, und es müsse dann die erste Impfung nochmals durchgeführt werden.

Zwischenzeitlich war bereits von einem verschlafenen Impfstart in Niedersachsen die Rede. Hintergrund: Das Robert Koch-Institut veröffentlicht täglich eine Übersicht über die Zahl der Impfungen in den Bundesländern. Niedersachsen verzeichnete am Mittwoch 1527 Impfungen, nur in den Stadtstaaten Bremen (1059) und Hamburg (1499) sowie im Saarland, Sachsen und Thüringen waren es weniger. Dem niedersächsischem Gesundheitsministerium zufolge hat dies mit der Strategie zu tun, zunächst in die Fläche zu gehen. Der Start sei nicht verschlafen worden. Spätestens am 6. Januar werde jedes der 50 Impfzentren im Land seine Impfdosen haben, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der derzeit verfügbare Impfstoff werde allerdings schnell aufgebraucht sein.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

So fährt es sich im Ford Mach-E

So fährt es sich im Ford Mach-E

Desserts mit Gemüse zubereiten

Desserts mit Gemüse zubereiten

Die Samsung Galaxy S21 im Test

Die Samsung Galaxy S21 im Test

Rüstige Rentner statt Hippies und Hare Krishna

Rüstige Rentner statt Hippies und Hare Krishna

Meistgelesene Artikel

Landkreis Verden: Dienstag erstmals seit langem null Neuinfektionen

Landkreis Verden: Dienstag erstmals seit langem null Neuinfektionen

Landkreis Verden: Dienstag erstmals seit langem null Neuinfektionen
„Villa Rotstein“ steht zum Verkauf

„Villa Rotstein“ steht zum Verkauf

„Villa Rotstein“ steht zum Verkauf
Hand gerät in Kreissäge - Bauhofmitarbeiter eilen zur Hilfe

Hand gerät in Kreissäge - Bauhofmitarbeiter eilen zur Hilfe

Hand gerät in Kreissäge - Bauhofmitarbeiter eilen zur Hilfe
Verwell im Corona-Lockdown: Umfassende Bauarbeiten starten bald

Verwell im Corona-Lockdown: Umfassende Bauarbeiten starten bald

Verwell im Corona-Lockdown: Umfassende Bauarbeiten starten bald

Kommentare