Der Katastrophenschutz-Stab hat sich im Kreishaus eingerichtet

Weiter im Krisenmodus

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Fast rund um die Uhr an der Arbeit: der Krisenstab im Kreishaus.

Landkreis - Von Ronald Klee. Im Krisenmodus wird der Landkreis noch mindestens bis zum Jahreswechsel bleiben. Das Amtshilfe-Ersuchen, mit dem die Landesregierung um Unterstützung bei der Bewältigung des anhaltenden Flüchtlingsstroms gebeten hatte, wurde verlängert. „Am Sonnabend werden 100 weitere Flüchtlinge kommen“, berichtete die Leiterin des Katastrophenschutz-Stabs, Erste Kreisrätin Regina Tryta, dem Fachausschuss des Kreistags.

Eigentlich war in diesen Tagen Aufatmen angesagt. Vier Wochen hatte der Krisenstab durchgehend getagt. In dem Saal, in dem der Ausschuss für Brandschutz und Ordnungsangelegenheiten sonst seine Sitzungen abhält, haben sich die Mitglieder des Stabs eingerichtet. 16 Bildschirmarbeitsplätze für die Vertreter von Behörden, Feuerwehren, THW, Rettungsdienste und DLRG, ebenso viele Telefone und Tafeln für Pläne, Notizen und Aufstellungen.

Die Ausschussmitglieder hatten am Rande ihrer Sitzung die Gelegenheit zu einem Blick auf die Stabstelle genutzt. Für den Vorsitzenden, Jens Richter (CDU), ein Anlass, allen Beteiligten den Dank der Ausschussmitglieder für die gute Arbeit auszusprechen.

„Es ging bis an die Grenzen des Machbaren“, erinnerte sich Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling an die Strapazen der zurückliegenden Wochen. „Ein irrsinniger Aufwand“, deutete Regina Tryta an: Die kleinen und großen Hürden, die zu überwinden waren, um mittlerweile 500 Plätze für Flüchtlinge zu schaffen waren, sind ihr noch sehr präsent.

„Seit zwei Jahren kommen die Menschen zu uns. Am Anfang waren es zehn pro Woche, mittlerweile liegt der Durchschnitt bei 50.“ Dramatisch sei es dann geworden, als mit dem Amtshilfeersuchen aus der Landeshauptstadt zusätzliche Hundertschaften angekündigt wurden, die auch die niedersächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen nicht mehr bewältigen konnten. Nicht nur die Unterbringung war also zu bewältigen, die Hallen herzurichten, Catering und Security zu organisieren. Auch die Erstaufnahme musste geleistet werden, die Registrierung der Menschen, wenn sie vom Bahnhof kommen oder aus dem Bus steigen, und die ärztlichen Untersuchungen.

„Es ist eine große Aufgabe, nur das Personal zusammen zu bekommen“, betonte Tryta. Da sei es gut, dass so viele Menschen bereit seien, aktiv zu helfen. Gut sei auch die Zusammenarbeit im Stab und im Kreishaus. „Hier ist keiner mehr, der nicht irgendwie betroffen ist.“

Deswegen sei natürlich auch Arbeit liegen geblieben. Und als jetzt das Amtshilfeersuchen auslaufen sollte, habe man gleich auch die Arbeit im Katastrophenschutz-Stab zurückgefahren. Zwei kleinere Teams wechseln sich ab, so dass die Einsatzbereitschaft immer gewährleistet sei. Im akuten Fall könnten sie dann schnell zusätzliche Kräfte hinzurufen.

Der „akute Fall“ ließ denn auch nicht lange auf sich warten. Noch am Mittwoch traf die Ankündigung aus Hannover ein, dass weitere Flüchtlinge kommen.

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