Sammlung gesichtet, geordnet und archiviert

15.000 Pferde-Briefmarken: Aus dem Karton ins Museum

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Dr. Frank-Joachim Paeper sortierte 15 000 Briefmarken der einzigartigen Sammlung von Julius und Rosel Hussong.

Verden - Abbildungen von Pferden gibt es naturgemäß viele im Deutschen Pferdemuseum. Sie zieren Gemälde, Grafiken oder Fotografien. Auf kleinformatigen, kunstvoll gestalteten Briefmarken aus allen erdenklichen Ländern der Welt vermutet man die Pferde im Museum wohl weniger.

Dabei verwahrt das Deutsche Pferdemuseum umfangreiche Sammlungen von Briefmarken mit hippologischen Motiven. Eine der größten dieser Sammlungen ist die von Rosel und Julius Hussong, bestehend aus rund 15.000 philatelistischen Schätzen.

Die Sammlung ist das Lebenswerk des Landwirtschaftsdirektors Julius Hussong. Der 1926 geborene Saarländer interessierte sich sehr für Geschichte und Pferdesport. Das weitreichende Interesse am Pferd verband er mit seiner Leidenschaft für die Philatelie. Über einen Zeitraum von 50 Jahren legte er eine einzigartige Sammlung von Briefmarken, Sonderstempeln und Ersttagsbriefen zum Thema Pferd an und dokumentierte damit 150 Jahre Philatelie- und Kulturgeschichte.

Nach dem Tod von Julius Hussong 1998 bemühte sich dessen Witwe Rosel um den Fortbestand der Sammlung. Um die wertvolle Briefmarkenkollektion geschlossen der Nachwelt zu erhalten, übergab sie diesen Schatz im Jahr 2009 dem Deutschen Pferdemuseum als Schenkung.

Aus dem Saarland in die Reiterstadt

Julius Hussong sammelte über 50 Jahre lang hippologische Briefmarken aus allen Ländern der Welt.

In 29 (Schuh-)Kartons kam die umfangreiche Sammlung aus dem Saarland nach Verden ins Museum. Dort wurde sie in den letzten Jahren von Dr. Frank-Joachim Paeper sorgfältig sortiert, geordnet, fotografiert und in archivfähigen Alben und Kartons untergebracht. Der Verdener Augenarzt im Ruhestand engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Deutschen Pferdemuseum.

„Sein philatelistisches Interesse und seine umfangreichen Kenntnisse auf dem Gebiet sind ein Segen für das Team des Deutschen Pferdemuseums. Wir sind sehr dankbar und froh, dass Frank-Joachim Paeper uns bereits seit Jahren mit großen Engagement und Herzblut unterstützt und wir auf sein Fachwissen und die Begeisterung für die Philatelie bauen können. 

Ohne ihn wäre es uns kaum möglich gewesen, diese zeitintensive Aufgabe zu bewältigen“, fasst Ina Rohlfing die große Dankbarkeit des Museumsteams zusammen. „Es ist großartig, dass wir das Lebenswerk von Julius Hussong in dieser nun geordneten Form geschlossen für die Nachwelt erhalten können.“

Von A wie Afghanistan bis Z wie Zypern sind die Briefmarken nun geordnet und konservatorischen Anforderungen entsprechend gelagert. Dr. Paeper kennt die Sammlung durch seine Arbeit sehr gut. Wenn Briefmarken für Leihanfragen oder Sonderausstellungen herauszusuchen sind, steht er dem Museumsteam mit Rat und Tat zur Seite. Mit seiner großen Begeisterung für das Thema ist es natürlich wenig verwunderlich, dass er bei seiner Arbeit auch die eine oder andere Lieblingsbriefmarke für sich entdeckt hat.

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