Karl Heumer übergibt Praxis an Sohn Thomas / Betrieb läuft unverändert weiter

Generationswechsel im Kurbad

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Karl Heumer (links) übergibt die Praxis zum Jahreswechsel an seinen Sohn Thomas.

Verden - Im neuen Jahr vollzieht sich im Kurbad Heumer ein Generationswechsel. Karl Heumer, der seit 1978 seine Physiotherapiepraxis am Mühlentor 8 betreibt, übergibt die Praxis zum 1. Januar an seinen Sohn Thomas. Auch Thomas Heumer ist den Patienten längst vertraut, denn er ist bereits seit 25 Jahren im Betrieb seines Vaters tätig.

Der traditionsreiche Betrieb bleibt somit weiterhin bestehen. Denn am selben Ort am Mühlentor gibt es schon mindestens seit dem 2. Januar 1878 eine Bademöglichkeit. Betrieben wurde die erste Badeanstalt von der Witwe Troe. Bei ihr konnten auf Vorbestellung warme Bäder genommen werden.

Im Kurbad Heumer gibt es heute natürlich ein weit umfangreicheres Angebot als nur warme Bäder. Der Schwerpunkt der Praxis liegt auf sämtlichen krankengymnastischen Behandlungen, zum Beispiel Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage (PNF und Bobath), manuelle Therapie oder Lymphdrainagen. Doch auch sämtliche klassische Massagen, Bindegewebs- und Spezialmassagen, Schlingentischtherapie, Fangopackungen und medizinische Bäder gehören zum Angebot der Praxis.

Zusätzliche Möglichkeiten der Behandlung bietet das praxiseigene Schwimmbad, aus dessen Fenstern man übrigens einen fantastischen Blick über die Aller und die Allerwiesen hat. „Das Wasser im Schwimmbecken hat immer eine Temperatur von 30 bis 32 Grad“, berichtet Karl Heumer. Im warmen Wasser werden hier krankengymnastische beziehungsweise Bewegungsübungen durchgeführt. „Das Bewegungsbad ist eine Kombination aus Unterwassermassage, Reibungswiderstand, Auftriebskraft und Temperatur. Angewandt wird das Bewegungsbad hauptsächlich nach Frakturen, bei Wirbelsäulenerkrankungen, nach Gelenkprothesen-Operationen, sowie bei Arthrosen und Weichteilverletzungen“, erklärt Heumer. Damit es gar nicht erst zu Einschränkungen kommt, werden zur Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit im Hause auch Aquafitness-Kurse angeboten.

Karl Heumer ist ein bodenständiger Typ, bezeichnet sich selbst als einen „Masseur der alten Schule“. Sein Sohn Thomas vertritt dieselbe Philosophie, er wird die Praxis im Stile seines Vaters weiterführen. „Die Praxis behält auch weiterhin den Charakter eines Familienbetriebes“, verspricht er. Zwar wird alles ein bisschen modernisiert, aber ein „Hochglanzpalast mit vielen Spiegeln“ soll aus dem alteingesessenen Kurbad Heumer auf keinen Fall werden. Auch für die Patienten wird sich kaum etwas ändern, der Praxisbetrieb läuft wie gewohnt weiter. Auch das Personal bleibt dem neuen Chef treu.

So ganz auf das Altenteil zurückziehen wird sich Karl Heumer trotz seiner mehr als 70 Jahre aber doch noch nicht. „In der Fußpflege werde ich weiterhin tätig sein. Außerdem werde ich meinen Sohn unterstützen, wenn es erforderlich ist“, erzählt er. Weit entfernt von seinem langjährigen Arbeitsplatz ist Karl Heumer im übrigen sowieso nicht. Mit Ehefrau Ingeborg wohnt er in einem Haus direkt neben der Praxis, ebenfalls mit Blick auf die Aller.

ahk

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