Karin Moje kümmert sich seit 20 Jahren um den DRK-Hausnotruf

Ohne Werbung zum Erfolg

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Ein bunter Blumenstrauß für Karin Moje: Der DRK-Kreisvorsitzende Jörg Bergmann (l.) gratuliert der langjährigen Mitarbeiterin.

Verden - Angefangen hat sie in den 90er-Jahren mit 56Teilnehmern – heute ist Karin Moje vom Kreisverband Verden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) stolz darauf, dass 471 Senioren kreisweit das Hausnotrufsystem in Anspruch nehmen.

Die 59-jährige war zunächst drei Jahre lang aushilfsweise beim DRK beschäftigt, bis sie vor 20 Jahren hauptamtlich als Leiterin des Fachbereiches Hausnotruf eingestellt wurde. Die gelernte Arzthelferin sorgte im Laufe der Jahre für eine kontinuierliche Steigerung der Teilnehmerzahlen im Hausnotruf. Die älteste Kundin ist 100 Jahre alt, der jüngste Mitte 50. „Es sind viele chronisch Kranke, denen wir ein einigermaßen normales Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen“, sagt Moje.

Oftmals alleinlebend, sind die Kunden auf Hilfe von außerhalb angewiesen: Schon ein Sturz in der eigenen Wohnung kann betagte Senioren in eine missliche Lage bringen, aus der sie sich nicht alleine befreien können.

Werbung muss Karin Moje nicht machen: „Die meisten kommen über Empfehlungen zu uns“, erklärt sie. Hausärzte, Krankenhausmitarbeiter und die Angestellten der Sozialstationen sorgen für Interessenten, die Moje dann zu Hause besucht.

Während eines Informationsgesprächs erklärt sie den potenziellen Teilnehmern die Vorteile des Hausnotrufsystems und installiert die Geräte, die „kinderleicht zu bedienen sind“. Ein Druck auf den roten Knopf genügt, damit der Hilferuf in der Rettungsleitstelle landet. Der dortige Disponent entscheidet, ob es sich um einen dringenden Notruf oder eine einfache Hilfeleistung handelt. Für diesen Zweck gibt es im Hausnotrufgerät eine Gegensprechanlage, mit der die Leitstelle Kontakt mit dem Teilnehmer aufnehmen kann. Liegt ein medizinischer Notfall vor, informiert der Disponent sofort einen Rettungswagen, der binnen Minuten eintrifft und dessen Besatzung qualifizierte medizinische Hilfe leisten kann – bei Bedarf begleitet ein Notarzt das Team. Bei weniger dringenden Hilfeleistungseinsätzen rücken Rettungsassistenten hingegen ohne Blaulicht aus, sind aber auch in kürzester Zeit vor Ort.

Nähere Informationen zum Hausnotrufsystem des DRK-Kreisverbandes Verden gibt es im Internet unter www.rotkreuzverden. de oder per Telefon unter 04231/92450.

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