„Conexión Cubana“ bringen das Publikum zum Tanzen

Karibisches Feuer im Domgymnasium

„Conexión Cubana“ brachten karibische Lebensfreude in die Aula des Domgymnasiums. Fotos: Haubrock

Verden – Der graue und nasskalte November blieb einfach draußen. „Conexión Cubana“ spielten auf Einladung des Vereins Verdener Jazz- und Bluestage im Domgymnasium. Selten gibt es ein so mitreißendes Konzert zu erleben. Die sieben kubanischen Vollblutmusiker entfachten karibisches Feuer, das das Publikum vom ersten Ton an mitriss.

„Conexión Cubana“ ist die Formation um den auf Kuba bestens bekannten Bassisten, Komponisten und Arrangeur Nicolas Sirgado. Mit Lázaro Dilout (Trompete, Gesang), Herber Méndez (Piano, Gesang), Carlos Querol (Tres Cubano, Gesang), Vivo Barrera (Percussion), Fabián Sirgado (Congas, Gesang) und nicht zuletzt William Borrego Rodriguez (Gesang) hat er sechs Musiker um sich versammelt, die ihr Handwerk auf das Beste verstehen. Leadsänger William Borrego Rodriguez ist auf Kuba eine Berühmtheit. Er hat bereits mit Größen wie Pancho Amat, Silvio Rodriguez, Pablo Milanes, Diego „El Cigalo“, Barbarito Torres oder Andy Montañez zusammengearbeitet.

Der typische karibische Sound entsteht durch Klavier, Trompete, Tres Cubano und verschiedene Perkussions-Instrumente. „Conexión Cubana“ spielen traditionellen Son Cubano, der aus der Verschmelzung afro-kubanischer Trommelrhythmen und der Gitarrenmusik spanischer Farmer entstand. Dieser Rhythmus versprüht einfach pure Lebensfreude, die niemanden kaltlässt.

Schon bei der ersten Nummer „Tu me tienes envidea“ von der aktuellen CD „La Marvilla“ geriet das Publikum in Bewegung. Still stehenzubleiben, war bei dieser Musik nahezu unmöglich. Eine Gruppe passionierter Salsatänzer war zum Konzert erschienen und fing sofort vor der Bühne an zu tanzen, was die besondere Atmosphäre des Konzertes noch unterstrich. Auch wer diesen Tanz nicht so perfekt beherrschte, versuchte doch einige Tanzschritte, sodass man fast meinen konnte, sich nicht im kühlen Norddeutschland, sondern irgendwo in einem Club in Havanna zu befinden.

William Borrego und Carlos Querol animierten das Publikum immer wieder zum Mitsingen und -klatschen.

Viele Stücke auf der neuen CD wie „El Carretero“, „Báilala Pegaito“ oder „Amor de loca juventud“ sind auf Kuba bestens bekannte Ohrwürmer, die die Band neu arrangiert hat. Doch auch langsamere Klänge wie der eingängige Titelsong „La Maravilla“ kamen gut an.

Nach der Pause knüpften „Conexión Cubana“ nahtlos an die gute Stimmung an. „Una Cerveza por favor“ (ein Bier, bitte), sangen Borrego und Querol gemeinsam mit dem Publikum. Immer wieder zeigten die Künstler mit Soli, wie meisterhaft sie ihre Instrumente beherrschen. Für Begeisterung sorgte auch der „Battle“, den sich Pianist Herbert Méndez und Carlos Querol auf der gitarrenähnlichen Tres Cubano lieferten.

Als sich die Musiker verabschieden wollten, waren die Konzertbesucher damit gar nicht einverstanden. Mit lauten „Zugabe“-Rufen holten sie die Kubaner auf die Bühne zurück. Mit dem bekannten „Guantanamera“ verabschiedeten sich „Conexión Cubana“ dann endgültig vom Verdener Publikum.  ahk

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