Lösung für zusätzlichen Raumbedarf während der Sanierung des Behördensitzes

Justizverwaltung zieht in Stadtvilla

Die Stadtvilla wird gerade saniert. Ein Teil der Justizverwaltung soll dort einziehen.
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Die Stadtvilla wird gerade saniert. Ein Teil der Justizverwaltung soll dort einziehen.

Verden – Ein Teil der Verwaltung des Verdener Landgerichts wird in die Stadtvilla einziehen, die direkt gegenüber dem Justizsitz saniert wird. Die Gelegenheit auf der anderen Seite des Johanniswalls sehen Bauherr und Justiz als Glücksfall. Die Behörden finden in der Nachbarschaft die benötigten Räume und Vermieter Jürgen Lemke freut sich über das Land als solventen Mieter.

„Es läuft alles sehr kooperativ“, sagt Lemke. Nicht nur mit dem Präsidenten Dr. Gerhard Otto, sondern auch mit dessen Mitarbeitern. In Hinblick auf Sicherheitsaspekte werde alles auf die Belange der Justiz zugeschnitten. „Das bedeutet aber nicht, dass Gitter vor jedes Fenster kommen“, scherzt der Vermieter. Es sei auch gar nicht erforderlich, da die Verwaltung dort einziehen werde.

Voraussichtlich schon zum Ende des Jahres wird alles fertig, was angesichts des Baufortschritts realistisch erscheint. Das neue Dach ist gedeckt. Die Fassadenarbeiten schreiten zügig voran. Die ersten neuen Fenster wurden bereits eingebaut. Wenn alles fertig ist, soll das 130 Jahre alte Gebäude auf 460 Quadratmetern Platz bieten.

Lemke ist auch Eigentümer der Jugendstil-Villa gegenüber an der Ecke Zollstraße/Lindhooper Straße. Vor sieben Jahren sanierte er die damals noch graue Maus. Was mancher als Schandfleck ansah, wurde eine Augenweide.

Beide nicht denkmalgeschützten Häuser hat Lemke vor dem Abriss bewahrt. Aber der Hustedter ist auch offen für Neubauten. Zwischen den Villen wird gerade der Baugrund für ein weiteres Gebäude vorbereitet. „Es soll das gleiche Erscheinungsbild wie die beiden anderen Stadtvillen bekommen“, sagt der Bauherr und verweist auf die Planung seines Architekten Kai Struckmann. Lemkes ehrgeiziges Ziel: Der Rohbau samt Dach soll Anfang November 2020 stehen. Bis Ende November will er die Parkflächen zwischen beiden Gebäuden fertiggestellt haben. „Die Verwaltungsmitarbeiter sollen nicht noch ein halbes Jahr Baustellenlärm vor der Tür haben“, sagt der 54-Jährige.

Das Eckgrundstück erhalte eine reine Zufahrtsmöglichkeit vom Johanniswall, die an die Grenze zu dem bebauten Nachbargrundstück verlegt werde. Zudem entsteht eine Zu- und Abfahrt, wie sie bereits von der Lindhooper Straße vorhanden ist. Die Garage werde künftig den Justizmitarbeitern als Fahrradunterstand dienen.

Eine aufwendige Sanierung steht auch den eigenen Gebäuden der Justiz bevor. Das ist der Grund für den zusätzlichen Raumbedarf. Büros für Richter, Geschäftsstellen sowie die Mediation wurden im Landessozialamt in der Marienstraße angemietet. Ende des Jahres steht die Stadtvilla zur Verfügung. „Das müsste ausreichen“, sagt Pressesprecher Dr. Rouven Seeberg auf Nachfrage. Für den zusätzlichen, coronabedingten Bedarf an Verhandlungssälen würden das Arbeitsgericht und die Säle der Stadthalle genutzt. Der große für Strafsitzungen, der kleine für Zivilsachen.   wb

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