Martin Skorupa berichtet aus Washington

Verdener als Junior-Botschafter in D.C.

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In Washington D.C.: Die Stipendiaten Ersin Demircan und Martin Skorupa (v. l.) mit dem Mitarbeiter des Abgeordneten.

Landkreis - Die Zeit vergeht, und für Martin Skorupa in den USA stand schon das „Mid-Term“-Seminar an. Der junge Verdener Kaufmann hat bereits acht Monate seines Jahres im Austausch in North Dakota in den USA hinter sich.

Der Stipendiat, den die SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Jantz-Herrmann für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm, kurz PPP, ausgewählt hatte, berichtet von seinem zweiten Treffen mit den anderen 74 jungen Deutschen im Austauschprogramm.

„Seit unserem Einführungsseminar in New York City im August letzten Jahres habe ich nur wenige der anderen „Junior-Botschafter“ wiedergesehen, denn wir sind über die ganzen Staaten verteilt. Umso mehr habe ich mich deshalb gefreut, als ich mich in Dickinson in den Flieger Richtung Washington D. C. setzte und mich so auf den Weg zu unserem Zwischenseminar, dem „Mid-Term“, machte. Es war interessant zu sehen, wie sich die 74 anderen jungen Menschen aus Deutschland entwickelt haben und welche Erfahrungen sie gesammelt haben.

Hauptstadt erkundet

Neben dem dreitägigen Seminar wurde uns die Möglichkeit geboten, die Hauptstadt der USA zu erkunden. Neben einer Tour durch den U.S. Kongress, einer Fahrradausflug mit Freunden durch die National Mall, einschließlich eines Besuchs des Weißen Hauses und des Lincoln Memorials, sowie einer NEWSeum Tour hatten mein Mitstipendiat Ersin Demircan und ich die Möglichkeit, im „United States House of Representatives“ den Kongressabgeordneten Kevin Cramer zu besuchen.

Cramer vertritt seit 2013 den Bundesstaat North Dakota im U.S. Repräsentantenhaus und ist aufgrund der geringen Bevölkerungszahl des Bundesstaats dessen einziger Repräsentant. Er ist Republikaner und gehört zu den Politikern, die den amerikanischen Präsidenten Donald Trump von Anfang an unterstützt haben.

Leider wurde das Treffen kurzfristig abgesetzt und wir sprachen stattdessen mit einem seiner Mitarbeiter. Der Besuch war für uns persönlich von großer Bedeutung, da Präsident Donald Trump schon desöfteren angekündigt hat, das J-1-Visum abschaffen zu wollen, um die Jugendarbeitslosigkeit im Land zu senken. Für das Patenschafts-Programm wird jedoch das Visum benötigt. Wir sprachen über die Bedeutung und die Geschichte des Programmes und zeigten auf, dass beide Länder nur profitieren würden. Cramers Vertrauter zeigte großes Interesse und beschäftigte sich mit unserem Anliegen.

Im Büro von Congressman Cramer

Neben der Zukunft des PPP unterhielten wir uns auch über kulturelle Unterschiede zwischen North Dakota und Niedersachen. Ebenso sprachen wir über die Zeit am College und über unsere Rolle als „Junior-Botschafter“ des Deutschen Bundestages.

Insgesamt war es ein sehr interessantes und meiner Meinung nach erfolgreiches Gespräch, mit einem unvergesslichen Besuch im Kongress. Es war eine großartige Erfahrung, das Büro eines Kongressabgeordneten zu sehen. Zum Glück war es nicht mein letzter Besuch in Washington D.C., denn Ende Juli werde ich gemeinsam mit allen Mitstipendiaten vom District of Columbia aus zurück nach Deutschland fliegen.“

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) bietet Schülerinnen und Schülern, sowie jungen Berufstätigen die Möglichkeit, ein Jahr in den USA zu verbringen. Bundestagsabgeordnete übernehmen hierbei eine Patenschaft für die Stipendiaten und kümmern sich so um einen regelmäßigen Austausch mit den Teilnehmern.

Das Bewerbungsverfahren für die 35. Auflage des Austauschprogrammes für junge Botschafter hat gerade begonnen, teilt Christina Jantz-Herrmann mit. Interessierte können sich noch bis zum 15. September für das Austauschjahr 2018/2019 bewerben. Weitere Informationen zum Programm und zur Bewerbung sind auf www.bundestag.de/ppp zu finden.

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