Junge Projektteilnehmer stellen Programm vor / Jahnschule und Tintenklecks

Tanzen für Kinderrechte

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Kinderrechte stehen bei den jungen Tänzern im Vordergrund.

Verden - Rechte von Kindern und auf Kindheit ist der Themenbereich, den sich die jungen Teilnehmer des Tintenklecks-Projektes Chance Tanz vorgenommen haben. Was sie mit den Pädagogen des Tanzwerks Bremen erarbeitet haben, wollen sie am Freitag, 17. Juli, um 9 und um 11 Uhr, in der Turnhalle der Jahnschule vorstellen. „Kleine Füße erobern die Welt“ heißt ihr Programm.

Vor gut dreihundert Jahren wurde die Kindheit als unnütze Zeit befunden. Sie galt als lästige Phase bevor man als Erwachsener einen nutzbringenden Wert für die Gesellschaft bringen konnte. Diese Einstellung hat sich mit Jean-Jacques Rousseau, auf den später auch im pädagogischen Bereich Maria Montessori, Johann Heinrich Pestalozzi und Janusz Korczak aufbauten, drastisch verändert. Und doch scheint die Gesellschaft nicht davor gefeit, wieder in solche Denkmuster zu verfallen, indem sie zunehmend ihre Kinder, möglichst früh und intensiv, für eine Leistungsgesellschaft zu optimieren versucht. Das Recht zu spielen und sich auszuruhen haben die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim zweiten Durchgang des Projektes „ChanceTanz“ jedenfalls besonders herausgehoben. Das Recht, sich mit anderen zusammen zu schließen und sich zu treffen, sowie Schutz und Fürsorge zu erfahren, im eigenen zu Hause, waren Themen, die Fragen an ihre Umwelt aufwarfen.

Das Recht auf einen eigenen Namen regte die Kinder an, darin das Recht auf einen selbst bestimmten, individuellen Lebensweg zu sehen. Das Tanzstück „Kleine Füße erobern die Welt“ führt, mal ernsthaft, mal spielerisch durch eine, von Kindern intuitiv entwickelte Landschaft, der Rechte und Werte in ihrer Lebensumwelt.

Der Ansatz des künstlerischen und kreativen Tanzes befähigt die Schülerinnen und Schüler aus der dritten und vierten Klasse, ihrem Bewusstsein zu diesem Thema mit verschiedenen Mitteln Ausdruck zu verleihen. Tanztechnisches Basiswissen und musikalisches Verständnis steht am Beginn der Probenzeit. Im Verlauf rückt die Entwicklung der Szenen und deren Abfolge in den Mittelpunkt. Neben intensiver Körperarbeit wird der Ausdruck geschult und Wahrnehmungs- und Rhythmusübungen durchgeführt. Elemente wie Improvisation und Experimentieren geben Raum zum freien Arbeiten.

Das neue Tanzprojekt ist eine Kooperation von Tintenklecks, tanzwerk bremen und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule. Es wird von ChanceTanz, einem Projekt des Bundesverbandes Tanz in Schulen, im Rahmen des Programms „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. In ländlich strukturierten Regionen sind kulturelle Angebote nicht oder nur selten vorhanden. Ziel ist, Kindern den Zugang zu dem kulturellen Bildungsangebot Tanz zu ermöglichen.

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