Junge und lebendige Sprache

Grete Hoops schreibt neues Buch

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Neues Buch „för de School un de jungen Lüü“: Grete Hoops wirbt für die plattdeutsche Sprache und freut sich über jeden, der sie spricht.

Verden - Die plattdeutsche Sprache liegt Grete Hoops besonders am Herzen. Und sie wirbt ausdauernd um Mitstreiter. Doch was tun, dass der Kreis der Plattsnackers größer und vor allem jünger wird? Die Lösung ist denkbar einfach. Damit sich auch die nachfolgenden Generationen „ok noch wat op Platt vertellen kunn“ hat die Autorin ein Schulbuch geschrieben. Dialoge, Abzählreime, mal kurz, mal etwas länger und immer wieder lustig. „Oh Tobi, wonehr warrst du klook!“, so der Titel.

Wer in die plattdeutsche Sprache eintaucht, sie nicht nur hört, sondern (wenn auch nur hin und wieder) spricht, der dürfte schnell Spaß am mal rauen, mal freundlichen, aber immer irgendwie liebenswerten Umgangston finden. Oder um es mit den Worten von Grete Hoops zu sagen: „Kiek wiet, snack platt un höög die“ – frei übersetzt: „Schau über den Tellerrand, rede platt und freu dich.“

Gesagt, getan, und da die Autorin auch gerne mal etwas Neues ausprobiert, landete sie in ihrer Heimat Tarmstedt hin und wieder in der Schule. Natürlich nicht, ohne dem Nachwuchs die plattdeutsche Sprache ein wenig näher zu bringen. „Viele Kinder können es verstehen, aber nicht schnacken“, so ihre Erfahrung. „Doch wenn es nicht gesprochen wird, gerät es irgendwann in Vergessenheit, dann ist es weg“, betont die Autorin.

Eine Lehrerin brachte Grete Hoops auf die Idee, plattdeutsche Texte in Dialogform zu schreiben. „Wechselweise lesen, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, das macht den Schülern besonders Spaß“, so die Erfahrung der „Schoolmeisterin“.

17 Dialoge

An Fantasie und Texten dafür mangelte es Grete Hoops nicht und so schrieb sie 17 Dialoge. Damit „alls löppt as’t mut“, nahm sich die Autorin eine Expertin mit ins Boot. Heike Hiestermann, Lehrerin an der KGS Tarmstedt und zugleich Beraterin für niederdeutsche Sprache bei der Landesschulbehörde, las die Texte gegen. „Die Rechtschreibung orientiert sich am neuen Sass, dem Duden der plattdeutschen Sprache“, so Grete Hoops.

Und so parlieren sich ihre jungen Protagonisten im einwandfreiem Plattdeutsch durch die Dialoge. Und was hat es nun mit Tobi auf sich? Der Tunichtgut ist noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, treibt Mutter und Schwester mit seiner Vergesslichkeit stets zur Verzweiflung. Was genau dahinter steckt, beschreibt der launige Dialog auf Seite 22/23. Einfach mal nachschlagen.

Für ihre jungen Leserinnen und Leser auch noch einen fast mütterlichen Rat: „Allens kannst du op Plattdüütsch seggen, jede Bitt und jeden Dank. Disse Spraak, de schallst du plegen, plattdüütsch Woort hett’n warmen Klang.“

Das neue Buch von Grete Hoops, illustriert von Ute von der Wehl, ist wie gewohnt im Isensee-Verlag erschienen, hat 64 Seiten und kostet 9,90 Euro. Zu kaufen gibt’s das Werk in der Geschäftsstelle der Verdener Aller-Zeitung sowie im Buchhandel. 

mw

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