15 junge Erwachsene aus verschiedenen Nationen für Workcamp in Verden

Stolz auf den großen Tisch fürs Pfadfinderheim

Viel Platz für alle: Die Teilnehmer des Workcamps sind stolz auf den großen Holztisch, den sie gemeinsam in nur wenigen Tagen gebaut haben.
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Viel Platz für alle: Die Teilnehmer des Workcamps sind stolz auf den großen Holztisch, den sie gemeinsam in nur wenigen Tagen gebaut haben.

Verden - Gemeinsam etwas Bleibendes schaffen, kulturelle und sprachliche Barrieren überwinden und einfach zusammen Spaß haben – besser kann Völkerverständigung nicht aussehen. 15 junge Erwachsene aus Estland, Russland, der Türkei, Marokko,China, Frankreich,Tschechien und Deutschland verbringen drei Wochen im Workcamp des Internationalen Jugenddienstes (ijgd) in Verden.

Der Name Workcamp kommt nicht von ungefähr. Unentgeltlich setzen die jungen Leute ihr handwerkliches Geschick für gemeinnützige, nachhaltige Projekte ein. Seit ein paar Tagen werkeln sie bereits am Außenbereich des Pfadfinderheims am Klusdamm.

Bei den Pfadfindern vom Stamm der Amelungen sind die Teilnehmer auch während ihres Aufenthaltes untergebracht. Niklas Diering und Lüder Bosse kümmern sich um ihre internationalen Gäste. Geleitet wird das Camp von David Kuck und und Tiago Figueira. Tiago kommt aus Portugal und hat bereits einige Erfahrung in ähnlichen Camps gesammelt und kann sie hier anwenden. „Diese Gruppe ist sehr gemischt, trotzdem gibt es keine Probleme“, berichtet er.

Die Stimmung jedenfalls, ist bei allen jungen Teilnehmern gut. Friederike (17) aus Uelzen ist eine von nur zwei deutschen in der Gruppe. Sie ist zum ersten Malbei einem Workcamp dabei. Aufmerksam auf das ijgd-Angebot wurde sie durch einen Flyer.

Friederike gefällt das Zusammenleben mit Menschen aus vielen unterschiedlichen Nationen. „Wir verständigen uns auf Englisch, jeder arbeitet, wo er möchte“, erzählt sie. Ondrej (27) aus Tschechien gehört zu den ältesten Teilnehmern. Auch er ist begeistert vom Mix der Kulturen. „Wir haben viele großartige, sehr verschiedene Ideen. Wir inspirieren uns gegenseitig und lernen voneinander“, sagt er.

Als ein Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit präsentiert Odrej ziemlich stolz den riesigen gezimmerten Holztisch. Der sei wirklich sehr schön geworden, meint er zufrieden.

Als weiteres Projekt wird ein Steinofen gemauert. Auch der ist schon fast fertig, nur das Dach fehlt noch. Als letztes Vorhaben bei den Pfadfindern entsteht nun noch ein Sofa aus ausgedienten Euro-Paletten. Diese neue Verwendung der Paletten sei ein Beitrag zum Umweltschutz und passe damit zur Philosophie des Camps, erklärt der junge Tscheche.

In der nächsten Woche werden die „Workcamper“ im Bürgertreff am Hoppenkamp weitermachen. Hier soll eine Grillhütte entstehen. In der letzten Woche des Aufenthalts kommt das Verdener Jugendzentrum in den Genuss der gemeinnützigen Handwerkskunst der Campteilnehmer. Für die Dampfmühle wollen sie Sitzbänke und einen Sichtschutzzaun bauen.

ahk

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