Julius-Club endet: Theresa Landwehr schafft in zwei Monaten 28 Bücher

90 Vielleser freuen sich über ihre Diplome

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Vielleser: Horst Braakmann und Katrin Koball gratulierten Mirijam Leim, Sophia Maria Meyer und Niklas Heise (v.l.).

Verden - Von bundesweit 7,5 Millionen Menschen, die schlecht lesen und schreiben können, war in der vergangenen Woche in einer dpa-Meldung die Rede. Dazu zählen aber mit Sicherheit nicht die 282 Leseratten, die in diesem Jahr am Julius-Club teilgenommen haben. Die Mädchen zeigten sich dabei lesefreudiger als die Jungen, denn den 184 Schülerinnen standen 98 Schüler gegenüber. Vor einem Jahr waren unter den 244 Kindern 162 Mädchen und 82 Jungen.

Der Julius-Club ist ein Projekt der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale Niedersachsen. Julius steht dabei für „Jugend liest und schreibt“. Ein Ziel ist es, neben dem Lesespaß die Ausdrucksfähigkeit und das Textverständnis der Schüler zu stärken.

Zur Abschlussveranstaltung des Julius-Clubs in der Stadtbibliothek fanden sich weit mehr als 50 Mädchen und Jungen ein, die nach dem offiziellen Teil mit der Übergabe der Vielleser-Diplome bei Disco-Musik ausgelassen feierten.

Die Sommerferien mit den heißen Tagen waren für die Schüler kein Grund, das Lesen von spannender Lektüre sein zu lassen. Mit mindestens zwei gelesenen Büchern gelang es immerhin 155 Kinder, ein Diplom zu erringen; das Vielleser-Diplom erhielten 90 Leseratten.

„131 Titel standen zur Auswahl, und um Schummeleien vorzubeugen, gab es ein neues Buch erst dann, wenn zu dem zuvor gelesenen ein Fragebogen ausgefüllt wurde“, betonte die stellvertretende Leiterin der Bibliothek, Katrin Koball. Das erstmals 2007 angebotene Leseprojekt begleitet sie von Anfang an.

Die beliebtesten Bücher in der Julius-Ausleihe waren „Mein Tagebuch“ von Freshtorge, einem deutschen Comedian. sowie Literatur von Wolfgang Herrndorf, „Tschick“ in einfacher Sprache, Charlotte Inden: „Operation 5 minus“, Armin Kaster, „Komm, lass uns ein Ding drehen“, Malala Yousafzai, „Malala. Meine Geschichte“ und Vera Brosgol, „Anyas Geist“.

Neben den Urkunden gab es für jeden „Vielleser“ eine LED-Taschenlampe und für die Teilnehmer mit den meisten gelesenen Büchern noch ein weiteres Präsent.

Koball begrüßte neben den Kindern auch Horst Braakmann von der VGH-Versicherung, der sich über das große Interesse freute. Ihm oblag die Aufgabe, den ersten Preis, ein Büchergutschein der VGH-Stiftung, dem Sieger zu überreichen.

Leider konnte Theresa Landwehr, die 28 Bücher in den zwei Monaten gelesen hatte, nicht am Abschlussabend teilnehmen. Weitere Buchpreise gab es für Mirijam Leim (23 Bücher) sowie für Sophia Marie Meyer und Niklas Heise, die es auf 18 gelesene Bücher schafften.

Abschließend lud Katrin Koball die Schüler zu zwei Workshops im Rahmen des Poetry-Festivals ein. Diese Seminare in der Stadtbibliothek richten sich besonders an Anfänger. Gemeinsam mit den Leitern der Workshops, Tobias Kunze und Sebastian Butte, lernen die Teilnehmer, eigene Texte zu verfassen oder zu bearbeiten und an der Performance zu feilen.

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