Jugendzahnärztlicher Dienst zu Gast im Kindergarten Borstel

Auch richtiges Zähneputzen will gelernt sein

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Mit einem tierischen Modell erklärt Annett Haase dem Nachwuchs geduldig die richtige Technik für die Zahnpflege.

Verden - „Gesund beginnt im Mund – Gemeinsam für starke Milchzähne“. Unter diesem Motto zum Tag der Zahngesundheit haben Jugendzahnärztin Dörte Rutzen und ihre Mitarbeiterin Annett Haase vom Jugendzahnärztlichen Dienst des Landkreises Verden die Kinder im Kindergarten Borstel besucht.

Karies und Zahnverlust vorzubeugen – das sind wichtige Bausteine in der Gesundheitserziehung von Kindern. Rutzen: „Wie wichtig Milchzähne für die gesunde Entwicklung eines Kindes sind, wird leider noch unterschätzt.

Sie entscheiden entweder darüber, ob ein Kind altersgerecht an Gewicht zunimmt, ob es richtig sprechen lernt und ob es aufgrund seines Aussehens vielleicht auch Ausgrenzungen erfährt.“ Zudem sei es eine traurige Tatsache, dass bundesweit bei den unter Dreijährigen etwa 15 Prozent von Karies betroffen seien.

„Im Landkreis ist die Quote längst nicht so hoch. Sie liegt bei rund vier Prozent. 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die wir jährlich untersuchen, sind behandlungsbedürftig und 77 Prozent verfügen über naturgesunde Zähne“, so die Erhebungen des jugendzahnärztlichen Dienstes, der an allen Kindergärten und Schulen seine präventive Arbeit vollzieht. Laut Rutzen sei es daher von großer Wichtigkeit, schon im Kindergartenalter die Freude am Zähneputzen zu wecken und den Kindern den Sinn zu erklären.

Zahngesundes Büfett bevor es ernst wird

Doch bevor es an die Pflege der Zähne ging, wurde erst einmal gemeinsam gefrühstückt, wobei sich Klein und Groß am zahngesunden Büfett bedienten, das die beiden Besucherinnen organisiert hatten. Anschließend war kollektives Zähneputzen angesagt, bevor die Kleinen einer nach dem anderen auf einem Stuhl Platz nahmen, damit Rutzen ihnen mit einem kleinen Spiegel in den Mund schauen und mit einer speziellen Polymerisationslampe den Pflegezustand der Milchzähne bewerten konnte.

„Super, da ist ja kein Krümelchen mehr im Mund. Ihr habt aber toll geputzt“, hieß es bei fast allen Kindern. Zum Abschluss bekam jedes Kind noch einen Stempel auf den Handrücken und ein kleines Starterset mit Zahnbürste und -pasta sowie ein Spielzeug überreicht.

Behandelt wurde natürlich nicht, sondern nur in die Münder reingeschaut. „Es ist sehr wichtig, so früh wie möglich damit anzufangen“, erklärte Rutzen. „Bereits ab dem ersten Milchzahn sollte man mit dem Putzen anfangen, damit sich das Kind daran gewöhnt.“ Zu Beginn reiche sogar ein Wattestäbchen aus. „Das Kind merkt, dass nichts geschieht und dass es nicht weh tut.“ 

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