50 Jubiläums-Pilger des Bistums Hildesheim machen in Verden Station

„Geht um Grenzerfahrungen“

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Die Jubiläums-Pilger des Bistums Hildesheim vor der St. Josef-Kirche.

Verden - Grenzen erfahren im doppelten Sinne wollen 50 Jubiläums-Pilger des Bistums Hildesheim. Anlässlich des 1200-jährigen Bestehens der Diözese umrunden sie das Bistum. Nicht zu Fuß, sondern auf dem Fahrrad wollen sie 1400 Kilometer in 14 Tagen zurücklegen. Am Ende der zweiten Tagesetappe machten sie Rast bei der St. Josef-Gemeinde in Verden.

Propst Bernd Kösling ließ die Gäste im Gemeindesaal übernachten. Die Fahrräder parkten in der St. Josef-Kirche. „Deshalb geht es morgen besser und das Wetter wird gut“, hieß es aus einer Gruppe der Radler beim Abendessen. „Mit Weihwasser haben wir die Räder aber nicht besprengt“, merkte ein Mann schmunzelnd an.

Für die Gruppe, darunter nur zehn Frauen, ist es weniger eine sportliche Herausforderung. Sie seien vielmehr „Botschafter für das Jubiläum“, denn das betreffe schließlich nicht nur die Bischofsstadt, sondern alle dazugehörigen Gemeinden.

Gestartet sind sie in Hameln. Dort habe ihnen Bischof Norbert Trelle nicht nur den Reisesegen erteilt, sondern sei eine rund 18 Kilometer lange Strecke mit ihnen geradelt. Abends wurde in Loccum (Kreis Nienburg) Quartier bezogen. Dort erwartete, genauso wie in Verden, bereits der Malteser Hilfsdienst die Radler. Die Malteser begleiten die Tour, transportieren das Gepäck, kümmern sich um die Verpflegung und beginnen bereits mit dem Bettenaufbau, während die Gruppe noch unterwegs ist.

Einige der Teilnehmer kannten sich bereits vorher, aber im Großen und Ganzen ist es eine bunt gemischte Truppe. Der älteste Teilnehmer sei 81 Jahre alt und komme aus Verden, heißt es an einem Tisch. Ihn hätten wir gerne gesprochen, doch er ist nicht da. Als seien rund 100 Kilometer Tagestour nicht genug, ist er abends noch schwimmen gegangen. Schade.

Nur zwei Ehepaare sind dabei. Monika und Albert Streicher aus Fallersleben. „Es geht um Grenzerfahrungen und Wegerfahrungen“, sagt Albert Streicher. „Jeden Tag gibt es einen Bibelspruch“, berichtet Jörg-Dieter Wächter aus Hildesheim. Er fährt mit seiner Frau Irmgard die Tour mit, die von Verden weiter nach Brake führt. Organisiert werde das Ganze von dem Dekanat Wolfsburg.

Nicht alle Teilnehmer gehören Gemeinden im Bistum Hildesheim an. Einige kommen aus Thüringen und aus Essen, so wie Günther Mayer. „Wir sind Fans von Hildesheim“, sagt der Werdener in Verden. Der heilige Altfrid war als Bischof von Hildesheim, Gründer des Stifts Essen. Über 1000 Jahre ist das her, aber die Verbundenheit besteht bis heute und deshalb gehören auch fünf Essener zu den Jubiläums-Pilgern, die am 7. August ihre Tour in Hildesheim beenden wollen. Dort ist dann um etwa 17 Uhr ein Empfang durch den Bischof geplant.

wb

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