Jetzt doch drei Container für Laub

Viel Laub an den Bäumen und auf dem Asphalt: Auch im Bereich der Heinrichstraße steht ein Container.
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Viel Laub an den Bäumen und auf dem Asphalt: Auch im Bereich der Heinrichstraße steht ein Container.

Es erinnert ein wenig an einen Countdown. Blatt um Blatt fällt von den Bäumen, die Straßen sind voll davon. Doch wohin damit? Die Stadt Verden bietet, nach mehrmaligen Aufruf, drei Laubsammelstellen an. Auch in einigen Ortschaften darf geliefert werden. Untersagt ist, das Laub in die Gosse zu fegen.

Verden – Alle Jahre wieder fällt das Laub und alle Jahre wieder fällt es schwer, das Blattwerk zu entsorgen. Mehrfach hatte die Stadtverwaltung versucht, Anwohner zu finden, die einen der Laubcontainer, gestellt und bezahlt aus öffentlichen Geldern, betreuen. Aber niemand hat sich gemeldet. „Nun haben wir drei Freiwillige gefunden. Am Sonnabend 28. November, 10 bis 13 Uhr, wird gesammelt“, so Kerstin Wahlers vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün.

Etwas zäh sei das Interesse in der Innenstadt gewesen, so Wahlers. Auf Resonanz sei dann der nochmalige Aufruf in der Zeitung gestoßen. Zunächst nur einer, hätten sich dann zwei weitere Personen gemeldet. Die Standorte hat Wahlers mit den jeweiligen Betreuern abgesprochen.

Ein wenig erleichtert zeigte sich Wahlers, dass im Bereich Ecke Lönsweg/Artilleriestraße ein Container stehen wird. „Ein Stadtteil, wo besonders viele Bäume und damit ein hoher Anteil Laub auf Geh- ud Fußwegen liegt“, so ihre Erfahrungen. Roland Bertram vom Verein „Sowas“ wird als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Wer Bertram vorher kontaktieren möchte, erreicht den Verein unter Telefon 04231/81105.

Die beiden weiteren Standorte sind über das Stadtgebiet verteilt, einer nahe der Kernstadt, Ecke Heinrichstraße/Kornstraße, ebenfalls eine laubreiche Wohngegend, der andere an der Salzstraße/Ecke Hoppenkamp, auf dem Parkplatz der Kreisbau. Auch da haben sich Anwohner bereit erklärt, die Anlieferung des Laubs zu betreuen. Die Entsorgung ist kostenlos. Angenommen wird nur Laub von Straßenbäumen. Grünabfälle gehören nicht in den Container, teilt die Verwaltung mit.

Der Wunsch, das Laub in der Innenstadt zu sammeln, war aus dem Ausschuss für Straßen- und Stadtgrün an die Verwaltung herangetragen worden. Was in den angrenzenden Ortschaften seit Jahre funktioniere, müsste doch auch in der Kernstadt klappen, so der Plan.

In der Verwaltung kommt die Idee gut an, zumal die Entsorgung bislang nicht problemlos laufe. „Klar geregelt ist, dass Grundstückseigentümer für die Reinigung der Fuß- und Radwege zuständig sind“, betont Wahlers. Das sei so gewollt, und mache sich in den vergleichsweise niedrigen Müllgebühren bemerkbar.

Kerstin Wahlers räumt allerdings auch mit einem Irrglauben auf. „Das Laub von den Fuß- und Radwegen auf die Straße oder direkt in die Gosse zu fegen, ist nicht erlaubt.“ Schlimmstenfalls drohe dafür sogar ein Bußgeld. Fachbereichsleiter Rainer Kamermann warnte vor weiteren möglichen Konsequenzen. „Berge von nassem Laub lassen die Kehrmaschinen an ihre Grenzen stoßen. Die Maschinen verstopfen, müssen mehrfach die Deponien anfahren, was erhebliche Kosten verursacht. Die wiederum werden auf die Haushalte umgelegt, was unweigerlich zu höheren Müllgebühren führt.“

Neben der Kernstadt wird auch in einigen Ortschaften Laub gesammelt (siehe Kasten). Coronabedingt haben sich Änderungen ergeben.

Borstel: 5. Dezember, von 9 bis 12 Uhr; Borsteler Dorfstraße, gegenüber der ehemaligen Schule und Borsteler Trift (Parkstreifen vor Haus-Nr. 95/97).

Eitze: 5. Dezember, von 8 bis 14 Uhr; Parkplatz an der Kapelle, Am Gohbach.

Groß Hutbergen: 21. November, Alte Dorfstraße auf Höhe der Haus-Nr. 1.

Scharnhorst: 28. November, von 9 bis 13 Uhr, auf der Wiese hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und Wendehammer Striegelweg.

Walle: 21. November, von 9 bis 13 Uhr, Unter den Eichen, gegenüber von Haus-Nr. 8 und in der Schülinger Straße.

Ansonsten können Laub- und Grünabfälle beim Abfallhof des Landkreises in der Weserstraße entsorgt werden, montags, mittwochs und sonnabends, jeweils von 8 bis 12 Uhr, sowie montags und mittwochs, von 13 bis 17 Uhr.

Von Markus Wienken

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