Die Mimin spielt in der Komödie „Ein gemütlicher Abend“ im Bremer Kriminal Theater

Jessica Coels hat wieder Blut geleckt

Jessica Coels steht im Kriminaltheater auf der Bühne: Sie spielt die Lucie in der Komödie „Ein gemütlicher Abend“. - Foto: Niemann

Bremen/Verden - Verdenerin Jessica Coels schauspielert fremd: Bis Sonntag, 8. Mai, steht die in Verden und Umgebung bekannte Mimin täglich auf der Bühne des Bremer Kriminal Theaters und gibt in einem Gastspiel des Bremer UnionTheaters, dem ältesten Liebhabertheater der Hansestadt, in der Komödie von Ingo Sax „Ein gemütlicher Abend“ die Lucie.

Die Frau – das unbekannte Wesen. Diese Erkenntnis trifft Manni mit voller Wucht. Eigentlich wollte er mit seinen Kartenkumpels ein paar entspannte Stunden Skat spielen. Seine Gattin Moni ist kurzfristig zu ihrer erkrankten Mutter gefahren, und so stehen alle Signale auf Grün. Doch es kommt anders als geplant: Seine Freunde sagen ab und gerade als Manni es sich mit einem Bierchen vor dem Fernseher gemütlich machen will, stürmen unerwartet Monis Freundinnen zur wöchentlichen „Kitchen Party“ herein. Und es tut für die Damenriege gar nichts zur Sache, dass Moni gar nicht daheim ist. Wie jeden Freitag wollen sie klönen, Cocktails trinken und die aktuellen Verkaufshits ausprobieren. So nimmt der Mädelsabend Fahrt auf und mittendrin der kurzerhand zur Ehrenfrau ernannte, völlig perplexe Manni, dem sich die Welt der Frauen dann aber zunehmend erschließt. Denn, ob exotische Cocktails, ein praktischer Wok oder die Frage, was man in der Hochzeitsnacht darunter trägt – Manni bleibt nichts erspart und er erfährt endlich, was Frauen so reden, wenn sie unter sich sind zwischen Cappuccino, String-Tangas und Tequila Sunrise.

„Das Stück ist sehr unterhaltsam. Es bietet viele Lacher und Schenkelklopfer. Die Premiere war jedenfalls ein Erfolg“, freut sich Coels über den gelungenen Start der insgesamt zwölf Aufführungen. Und wie kam es zu der Zusammenarbeit? „Ich hatte Lust, mal etwas ganz anderes zu machen. Auf einer anderen Bühne als auf der Aller Bühne und der Bühne der Museumsgeister zu stehen und habe mich beim UnionTheater beworben“, erzählt sie. Außerdem habe sie das Konzept des Union-Theaters gereizt. „Auf der Bühne stehen ausschließlich Amateure, während Profis die Regie führen.“ Zudem sei das Drumherum der Inszenierung sehr professionell. „Man muss sich als Schauspieler um nichts als die eigene Rolle kümmern. Alles ist perfekt organisiert. Vor der Aufführung liegen sogar die Kostüme bereit. Man wird also schon auch ein bisschen hofiert und das ist etwas, was ich auch genieße.“ Geht es nach Jessica Coels, dann wird ihr Auftreten im Union-Theater keine Eintagsfliege bleiben („Ich habe wieder Blut geleckt“) Erste, wenn auch unverbindliche Gespräche, hat sie bereits geführt und es sehe ganz gut aus. Die schauspielerischen Aktivitäten vor Ort will sie aber nicht vernachlässigen. Beispielsweise starten in Kürze die Proben mit Regisseur Gerd Wittenberg und dem Musiker Jan Christoph für ein Einpersonenstück über Clara Immerwahr, der ersten promovierten deutschen Chemikerin, die mit dem großen Chemiker Fritz Haber verheiratet war und die ihr Leben 1915 durch Freitod beendet hat. „Die Premiere ist im August im Domherrenhaus, danach wird mit dem Stück ein bisschen getingelt“, so Coels, die auch bei den szenischen Stadtrundgängen im November sowie beim Best-of-Programm der Museumsgeister mitwirken wird.

Die Tickets für „Ein gemütlicher Abend“ im Bremer Kriminal Theater, Friesenstraße 16-19, sind in allen Vorverkaufsstellen von Nordwest Ticket und an der Theaterkasse erhältlich. Infos zum Stück gibt es unter www.uniontheater.de. nie

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