Feierstunde im Dom

Jeder Dritte ein Einser: Verdener Domgymnasium entlässt 109 Abiturienten

Schulleiterin Dr. Dorothea Blume mit den 15 Jahrgangsbesten (bis Note 1,4).
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Schulleiterin Dr. Dorothea Blume mit den 15 Jahrgangsbesten (bis Note 1,4).

Verden – Nachdem die feierliche Entlassung der Abiturienten des Domgymnasiums im Verdener Dom im letzten Jahr ausfallen musste, konnte die Tradition in diesem Jahr fortgesetzt werden. Für 109 junge Erwachsene endete die schulische Laufbahn am Sonnabend mit dem Erhalt des Zeugnisses der Allgemeinen Hochschulreife.

„Ihr seid der erste Jahrgang, der wieder nach 13 Jahren Abitur gemacht hat und das hat euch gutgetan“, sagte Jahrgangskoordinatorin Regina Berndt. Ein Blick auf die Prüfungsergebnisse kann das nur bestätigen. Joe Marven Lochmann, Jesper Segelken, Filippa Dudda und Katharina Knopp bestanden das Abitur mit der Traumnote 1,0. Nur ganz knapp dahinter mit einem Durchschnitt von 1,1 liegt Anna-Caroline Renschler. Bei weiteren sieben Absolventen steht eine 1,3 als Note auf dem Abiturzeugnis. Dreimal wurde die 1,4 als Abiturnote vergeben und weitere fünf Personen erreichten einen Abiturdurchschnitt von 1,5.

Darüber hinaus haben noch weitere 20 Abiturienten und Abiturientinnen im Zeugnis eine Eins vor dem Komma. Auch der Gesamtdurchschnitt kann sich mit einer Note von 2,28 sehen lassen. „Das ist der beste Jahrgang am Domgymnasium überhaupt und das Ergebnis ist herausragend in Niedersachsen“, betonte Berndt. Verzicht, Vernunft und Verantwortung seien den Jungen Menschen während der Monate der Pandemie abverlangt worden und sie hätten das Beste daraus gemacht, lobte die Jahrgangskoordinatorin.

Abiturienten berichten über Schulzeit während Corona

Die Abiturientenrede hielten Filippa Dudda, Jacob Gröper und Bjarne Riesebieter. Corona hätte ihnen in vielen Dingen einen Strich durch die Rechnung gemacht, man hätte während der Zeit im Homeschooling aber erst gemerkt, wie gern man eigentlich in der Schule sei, sagte Filippa Dudda. Wieder in der Schule sei man als Jahrgang zusammengewachsen. „Alle haben an einem Strang gezogen, um ein bisschen Normalität zurückzuholen“.

40 Abiturienten haben eine eins vor dem Komma

Schulleiterin Dr. Dorothea Blume nahm in ihrer Rede Bezug auf das Jahrgangsmotto „Van Dogh – nur mit einem Ohr zugehört“. „Das Ergebnis spricht nicht dafür, dass ihr nicht zugehört habt“, sagte sie. Man könne sich den Maler van Gogh aber durchaus als Beispiel nehmen, um einiges anders zu machen. So habe er erst mit 27 zur Malerei gefunden, nachdem er sich zuvor in mehreren Berufen versucht hatte. „Sucht lieber etwas länger, als am Ende eine Arbeit zu machen, die euch nicht ausfüllt“, riet sie den Abiturienten.

Schulleiterin begeistert und gibt Ratschläge für die Zukunft

Van Gogh sei nur erfolgreich gewesen, weil es ihm gelungen sei, seinen eigenen Stil zu entwickeln. „Nehmt ihm euch auch darin zum Vorbild, gebt nicht sofort auf, sondern haltet durch“, so die Schulleiterin. Der Maler habe auch an vielen verschiedenen Orten gelebt. Dieses ebenfalls zu tun, legte Dr. Blume ihren ehemaligen Schülern ans Herz. „Diese Einstellung erfordert Mut und Willen, sich auf Neues einzulassen, eröffnet aber auch neue Horizonte“.

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