Premiere mit Spuk-Komödie

Theater-AG: Jede Figur mit einer individuellen Note

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Lady Cantervilles Gespuke machte auf die Schlossbesitzer wenig Eindruck.

Verden - Volles Haus für die Schülervorstellung der neu gegründeten Theater-AG des sechsten Jahrgangs am Domgymnasium. Nach der gut besuchten Premiere von „Das Gespenst von Canterville“ wurde gestern in einer zweiten Aufführung 200 Mitschüler in der Aula erschreckt und bestens unterhalten.

Das von den Lehrerinnen Marieke Gensch und Adeline Schumacher mit vielen liebevollen Details ausgestattete Stück orientierte sich an der gleichnamigen Novelle von Oscar Wilde, bot aber in der modernisierten Fassung von Theresa Sperling vor allem eine interessante Mischung aus Grusel und Humor.

Eine toughe Gespensterlady erledigt seit vielen Jahrhunderten ganz in Ruhe ihre höchst schreckliche Spukarbeit. Bis ein Ehepaar mitsamt zwei nervigen Kindern das Schloss für ein erkleckliches Sümmchen kauft. Lady Canterville will die Familien wieder loswerden, doch was auch immer sie versucht, irgendwie prallt alles an den Bewohnern ab. Umgekehrt machen die neuen Schlossbesitzer dem Gespenst das Leben zur Hölle.

Das Stück verlangte von den jungen Darstellern einiges ab, doch sie gaben jeder Figur eine individuelle Note und die ihr angemessene Bedeutung. Die flotte Adaption des Originals überzeugte absolut, zumal dort mit Umgangssprache gearbeitet wurde und der Jugendslang das Publikum zum Lachen brachte.

Perfekte Inszenierung

Lichteffekte, Bühnennebel und die musikalische Untermalung von Klassik bis Rock rundeten die Inszenierung so perfekt ab, dass sich auch das junge Publikum prächtig unterhalten hat. In Summe war es das natürliche und gut abgestimmte Zusammenspiel aller Schauspieler, das dem temporeichen Stück seine Wirkung verlieh und die Zuschauer am Ende beider Vorstellungen nicht an Beifall sparen ließ.

Vorstellung der neuen Theater-AG des Verdener Domgymnasiums

Auch Schulleiter Detlev Lehmann würdigte das Engagement der regieführenden Lehrerinnen Adeline Schumacher und Marieke Gensch und sprach allen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen seinen Respekt aus.

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