Jazzkonzert der anderen Art 

Saxofonist Rain Sultanov und Pianist Isfar Sarabski im Dom

Rain Sultanov (l) und Isfar Sarabski vor der deutschen Kirche in Baku, Aserbaidschan, wo sie bereits mehrfach auftraten.

Verden - Im Verdener Dom erwartet die Musikfreunde am Donnerstag, 26. April, 19 Uhr, ein ganz besonderes Konzert. Der weltbekannte Jazzsaxofonist Rain Sultanov und der Organist/Pianist Isfar Sarabski entführen das Publikum mit träumerischen Improvisationen und der ganzen Wucht einer Kirchenorgel in neue musikalischen Sphären. Die einzigartige Akustik des Verdener Doms verspricht ein wunderbares Klangerlebnis für jeden Zuhörer, weil beide Instrumente durch das bestens eingespielte Duo perfekt miteinander harmonieren. Die beiden Musiker aus Aserbaidschan werden bei einigen Stücken sogar gewissermaßen als Trio auftreten, da Sarabski gleichzeitig die Orgel und ein Klavier spielt.

Unsere Zeitung hatte vorher exklusiv die Möglichkeit, den Musiker Rain Sultanov zu einem Künstlergespräch zu treffen, da er sich bereits in Bremen auf der Musikmesse Jazz Ahead aufhält.

Die Kombination Saxofon und Orgel ist schon außergewöhnlich. Passt das überhaupt zusammen?

Rain Sultanov: Die Kombination und der Klang dieser Instrumente sind wirklich sehr außergewöhnlich. Im Jahr 2015 organisierte ich erstmals ein Konzert in einer Kirche. Die Kirche als Konzerthalle hatte ich nicht zufällig gewählt, sondern für die einzigartige Atmosphäre darin. Dort habe ich meine Musik dargestellt, genau wie ich es wollte. In derselben Nacht komponierte ich zwei neue Lieder für Orgel und Saxofon, nach den Eindrücken an diesem spirituellen Ort. Das Konzert war wie ein neuer Atem für meine Musik und das Publikum war begeistert, trotz der Tatsache, dass wir damals absolut nicht darauf vorbereitet waren und uns von Gefühlen und Improvisationen leiten ließen. Das Publikum beeinflusst uns stark bei jedem Auftritt dieser Art. Hier entstand die Idee, diese Musik zu erweitern und ein Album herauszubringen. Das jetzt heißt jetzt „Cycle“. Die Kombinationen dieser drei Instrumente passt einfach ideal für die Stimmung, die wir in dem Verdener Dom als wunderbarem Spielort den Zuhörern bieten wollen.

Was ist das Besondere an den Instrumenten?

Sultanov: Göttlichkeit und der antike, ergreifende der Klang der Orgel und die Atmosphäre in den Kirchen und Kathedralen, das alles gibt eine unglaubliche Energie für die endlose Musik. Orgel und Sopran-Saxofon fügen sich perfekt zusammen. Und wenn dazu klare Klänge eines Flügels kommen, eine dritte Stimme, die dem Klang eine Art Integrität verleiht, wirkt die Gesamtkomposition einfach vollkommen. Sie ist dann perfekt.

Saxofonist Rain Sultanov und Pianist Isfar Sarabski im Dom

Sultanov: Ja, auf der Tour spielen wir die Lieder, die in diesem Album enthalten sind, aber die Improvisationen sind immer neue. Es kommt auf dieses Gefühl und die Atmosphäre im Publikum an.

Wie kommen Sie aus Baku, Aserbaidschan, gerade nach Verden an der Aller?

Sultanov: Unsere Präsentation beginnt mit Jazz Ahead, die vom 19. bis 22. April in Bremen stattfindet. Der 20. April war der Veröffentlichungstermin des Albums „Cycle“’ und wir hatten eine Pressekonferenz auf dieser großen Messe. Und am 24. April in Rostock werden wir zwei Konzerte und eine Masterclass geben, dann in Verden am 26. April auftreten und danach in anderen Städte in Deutschland, darunter Berlin am 28. April. Dann geht es weiter nach Frankreich und Norwegen. Außerdem ist die Akustik im Verdener Dom für diese spirituelle und meditative Musik ideal.

Welche Musik spielen Sie sonst? Und wo?

Sultanov: Ich spiele verschiedene Musik, Richtung Jazz, Ethno und Klassik. Das ist schon mein zweites Album, das ich unter dem deutschen Label Ozella Music veröffentlicht habe. Zum Beispiel war mein vorheriges Projekt mit Natur und Landschaften und ihrer Schönheit und Einzigartigkeit verbunden. „Inspired by Nature“ von Sweden Lira Magazin und dem deutschen Radio RBB. Es wurde als eines der besten Jazz-Alben des Jahres 2017 angekündigt. Schon früher veröffentlichte ich selber sieben Alben im ethnischen Stil. Ich mag traditionelle Musik, die es in meinem und jedem Land gibt und damit experimentiere ich sehr oft. Inspiration für „Cycle“ habe ich aus dem ECM-Album „Aftenland“ von Jan Garbarek und Kjell Johnson erhalten. Also ich mache gerne die Musik, die ein besonderes Gefühl berührt. Ich freue mich darauf, dass ich das erste Mal für das Verdener Publikum spielen werde.

Das Gespräch führte unser Mitarbeiter Henning Leeske mit dem Künstler auf Deutsch.

Kartenverlosung

Die Leser der Verdener-Aller-Zeitung haben die Möglichkeit, jeweils zwei von zehn Freikarten zu gewinnen. Einfach heute bis Mitternacht eine E-Mail an gewinnspiel-verden@kreiszeitung.de schicken. Die Gewinner werden ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ansonsten gibt es Karten für zehn Euro an der Abendkasse im Dom.

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