Jazz und Blues: 18 Jahre zweiter Vorsitzender / Lob für Haushaltsführung

Glander geht von Bord

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Vorsitzender Volkmar Koy (links) dankte Günther Glander.

Verden - Es war eine ganz „normale“ Jahreshauptversammlung im Hotel Höltje bis zu dem Zeitpunkt, als Vorstandswahlen anstanden. Es wurde sogar emotional, weil Günther Glander seinen Posten nach mehr als 18-jähriger Tätigkeit zur Verfügung gestellt hatte. Ein wahrer Einschnitt in der Geschichte des Vereins Verdener Jazz- und Blues-Tage.

Vornehmlich aus Altersgründen wollte Glander nicht noch einmal als zweiter Vorsitzender kandidieren. Das hatte er bereits in einer Vorstandssitzung angedeutet. Jetzt folgte in der spärlich besuchten Mitgliederversammlung am Montagabend der Vollzug. Im Frühjahr 1998 hatte es erste Überlegungen gegeben, Jazz und Blues in Verden zu etablieren. Zunächst als GbR gegründet, wurden in eineinhalb Jahren die Formalitäten für einen gemeinnützigen Verein geschaffen. Und immer dabei: Günther Glander, der bei einem Besuch der Düsseldorfer Jazzrallye auf den Geschmack gekommen war. Zunächst mit Volkmar Koy und Henning Pertiet, dann zusammen mit Bernd Löbl und Klaus Oppermann, hatte Glander den Boden bereitet für eine erfolgreiche Vereinsarbeit.

Am ersten Oktober-Wochenende 1998 fanden die ersten Verdener Jazz- und Blues-Tage statt. In diesem Jahr gibt es die 19. Auflage. Mit Koy als Vereinsvorsitzendem und Glander als Stellvertreter wurde ein Konzept erarbeitet und umgesetzt, das bis zum heutigen Tage Bestand hat und in jedem Jahr von neuem Erfolg gekrönt wird.

Davon berichtete Koy auch in seiner Jahresbilanz, die aufzeigte, dass aus dem einst kleinen Verein längst ein Wirtschaftsunternehmen geworden ist. Sponsoren fanden das Ergebnis so attraktiv, dass eine finanzielle Unterstützung speziell für die Jugendarbeit mittlerweile eine der tragenden Säulen des Vereinslebens geworden ist. Der Vereins-Mitgliederbeitrag sei mit 24 Euro bewusst niedrig gehalten worden, so Koy. Bei allem finanziellen Engagement werde weiterhin großer Wert auf die Beibehaltung der Gemeinnützigkeit gelegt, was auch für die Stadt und den Kreis Verden stets ein Grund für eine nachhaltige Unterstützung sei. Schirmherr der Jazz- und Blues-Tage ist bekanntlich Landrat Peter Bohlmann.

Für die Fachgruppe Musik ließ Dieter Rater das vergangene Jahr Revue passieren. Besondere Erwähnung fand das Konzert mit Stefanie Heinzmann, das zwar ein großer Publikumserfolg gewesen sei, auf finanzieller Ebene aber ein Misserfolg. Auch die Veranstaltungen in der Aula des Domgymnasiums mit namhaften Künstlern hätten mehr Besuch verdient. Dafür sei die Jazz- und Blues-Nacht wiederum ein beachtenswerter Erfolg gewesen. Im Bereich Technik habe es ebenfalls eine Fülle an Aufgaben gegeben, die indes allesamt zur Zufriedenheit gelöst worden seien, sagte Fachgruppenleiter Ralf Zieseniß.

„Das Beste, was ich je in Sachen Haushaltsführung gesehen habe.“ Mit diesen Worten lobte Rechnungsprüfer Ehler Bartelsen Kassenwart Joachim Hutzel in den höchsten Tönen. Er habe auch beim Controlling Maßstäbe gesetzt und dafür gesorgt, dass der Verein finanziell auf gesunden Füßen stehe.

Das war mit ein Grund, dass dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde. Zuvor hatte noch Michael Spöring für die Fachgruppe Jugend auf die Workshops mit 66 Teilnehmern und elf Dozenten aufmerksam gemacht. In diesem Jahr wird es am 29. Mai eine Band-Session geben, die von der FSJ-Kraft Tom Ollendorf mit vorbereitet wird. Aus der Sparkassen-Aktion Vitamin S gibt es außerdem Gelder, die für einen weiteren Workshop mit jungen Musikern intensiv genutzt werden sollen.

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