Neubau in Verden

Grundsteinlegung für die Janusz-Korczak-Schule

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Grundsteinlegung für die neue Janusz-Korczak-Schule (v. l.): Marko Stenzel, Pastor der Kirchengemeinde St. Johannis, Landrat Peter Bohlmann, Architekt Gregor Dreischhoff, Luise Turowski aus der Geschäftsführung Bethel im Norden, Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann, stellvertretender Schulleiter Florian Müller sowie Gabriele Feder, Leiterin der Schulen in Verden und Achim.

Verden - Es hat lange gedauert, aber jetzt ist Licht am Ende des Tunnels. Die Janusz-Korczak-Schule für Schüler mit emotionalem und sozialem Unterstützungsbedarf in Verden kann sich nach der Grundsteinlegung auf ein neues Gebäude freuen. Zum nächsten Schuljahr sollen die 50 Schüler und Schülerinnen mit dem Lehrerkollegium an der Moorstraße die Arbeit aufnehmen.

Im August soll alles fertig sein. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf drei Millionen Euro. Das Gebäude wird in Massivbauweise errichtet und passt mit seiner L-förmigen und der zweigeschossigen Bauweise sowie dem ortstypischen Verblender harmonisch in die schon bestehende Baulandschaft. Neben den sechs Klassenräumen entstehen weitere Fachräume. Ein Schulhof, Differenzierungsräume, eine Cafeteria und ein Bewegungsraum runden das Angebot ab.

Bis mit dem Baustart die Lösung der räumlichen Probleme in die praktische Umsetzung ging, hatte die Einrichtung unter der Leitung von Gabriele Feder über Jahre unter schwierigen Bedingungen arbeiten müssen.

Seit dem Jahr 2000 begleiten und unterstützen die Pädagogen mit dem Schulverbund des Unternehmensbereiches Bethel im Norden im Landkreis Verden Schülerinnen und Schüler in dem sonderpädagogischen Schwerpunkt. Knappes Raumangebot und bauliche Probleme hatten die Janusz-Korczak-Schule in Verden bereits vor Jahren nach Alternativen für das Schulgebäude an der Kleinbahn suchen lassen. In dem Zusammenhang war im Kreishaus bereits 2014 darüber nachgedacht worden, ob die Einrichtung in die Außenstelle des Domgymnasiums, Pestalozzischule, mit auf genommen werden könnte. 

Vorbild stammt aus dem Jahr 2005

Eine ähnliche Kooperation seit 2005 mit der Janusz-Korczak-Schule in Achim-Baden hatte damals als Vorbild gedient. Landrat Peter Bohlmann hatte dem Schulausschuss berichtet, dass die Kreisverwaltung seit zwei Jahren intensiv mit der Schule im Gespräch stehe und unterschiedliche Varianten geprüft worden seien.

Die Förderschule gehört zum Schulverbund in Freistatt (Landkreis Diepholz) im Zusammenhang mit den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. „Der Unterstützungsbedarf der emotionalen und sozialen Entwicklung eines Schülers ist in der Regel gekennzeichnet durch eine gestörte Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen und damit oftmals auch zu einer sich ihn umgebenden gegenständlichen Lebenswelt“, erklärt die Schule ihre Aufgabe. 

Die Erscheinungsformen des Unterstützungsbedarfs seien vielfältig. Beziehungsstörungen und bestimmte Verhaltensweisen seien Ursache von Konflikten. Schwierigkeiten, grenzüberschreitendes Verhalten und Anpassungsstörungen seien ausgeprägt und Beschulung in Regelschulen schwierig.

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