50 Jahre Astronomie-AG am Domgymnasium / Feier mit Ehemaligen

Von Nebeln und Galaxien

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Klaus-Dieter Warkenthin (l.) mit den Gästen der Olbers-Gesellschaft im Kunstforum des DoG.

Verden - 1965 überzeugte Dr. Karl-Heinz Suling, Lehrer für Deutsch, Erdkunde und Englisch am Domgymnasium, den damaligen Direktor, Holger Reimers, ein Newton-Spiegelteleskop zu kaufen. Damit war der Grundstein für die Astronomie-AG gelegt. Zum 50-jährigen Jubiläum in diesem Jahr, hatte der langjährige Leiter der AG, Klaus-Dieter Warkenthin, am Sonnabend ehemalige Mitglieder zu einer Feier in die Schule eingeladen.

Ebenfalls anwesend waren Mitglieder der Olbers-Gesellschaft Bremen, der „Fortbildungsstätte“ der Astronomie-AG. „In jedem Jahr fahre ich mit den Schülern mehrmals nach Bremen, um Vorträge zu besuchen. Auch habe ich mit der Olbers-Geselschaft zahlreiche Reisen unternommen, sogar auf die Kanarischen Inseln, Teneriffa und La Palma, wo zahlreiche europäische Staaten große Sternwarten haben“, berichtete Warkenthin. Auf diesen Reisen und Gesprächen habe er viele Anregungen für die alle fünf Jahre stattfindenden Jubiläumsfahrten der Astronomie-AG bekommen.

In seiner Begrüßungsrede dankte Warkenthin dem Schulverein und dem Verein der ehemaligen Verdener Domgymnasiasten für die finanzielle Unterstützung in den vergangenen Jahrzehnten. Ferner dankte er dem Schulleiter Detlev Lehmann und seinem Vorgänger Dr. Clemens-August Borgerding für die Unterstützung bei fast allen Vorhaben der AG.

Schließlich zeigte Warkenthin viele alte Bilder und erinnerte so noch einmal an die Anfangsjahre der AG mit Dr. Suling und an die Anfänge der Astrofotografie. Auch die verschiedenen Fernrohre stellte der AG-Leiter vor. Dem ersten Newton-Spiegelteleskop sind bis heute sieben weitere Fernrohre und Montierungen gefolgt. Die jüngsten Neuerungen sind das Meade-Fernrohr mit Objektivfilter von 2011 und die Montierung des Skywatchers mit Stativ in diesem Jahr. Viele beeindruckende Bilder, so von einer totalen Sonnenfinsternis, Mondfinsternissen, Galaxien, Nebeln und Planeten, sind den Teilnehmern im Laufe der Jahre bei ihren Beobachtungen gelungen. „Mehrmals trafen wir uns schon gegen vier Uhr morgens und haben hinterher im Physiksaal gefrühstückt“, erzählte Warkenthin. Abschließend gab er den Gästen noch einen Überblick über die Fahrten zu Vorträgen, Tagungen und die Jubiläumsfahrten. Zum 50. Bestehen der AG ist eine viertägige Fahrt nach München geplant. Auf dem Programm stehen auch der Besuch der Volkssternwarte und eine Besichtigung des Sonnenobservatoriums auf dem Wendelstein.

Schließlich gab es für die Gäste noch die Gelegenheit, die Ausstellung im Kunstforum des Domgymnasiums zu besichtigen. Mit 36 Postern wird hier die Geschichte der Astronomie-AG dokumentiert. Natürlich ließen es sich die Ehemaligen ebenfalls nicht nehmen, noch einmal den Astronomie-Turm der Schule zu erklimmen. Auch die Fernrohre und Kameras waren ausgestellt, die AG-Mitglieder standen bereit, um die Fragen der Gäste zu beantworten.

ahk

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