Ein Jahr für die Ökologie

Liza Goebel leistet Freiwilligendienst am Domgymnasium

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Dank Liza Goebel haben die Kornnattern jetzt ein neues, geräumiges Terrarium.

Verden – Liza Goebel aus Nienburg macht ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) am Domgymnasium. Zu ihren Aufgaben gehört, neben dem Versorgen der Tiere und der Arbeit im Schulgarten, das Hineinschnuppern in den naturwissenschaftlichen Unterricht. Auch eigene Projekte hat sie an der Schule bereits durchgeführt. Die 19-Jährige hat viel Spaß an ihrer Tätigkeit und möchte die Erfahrungen der letzten Monate auf keinen Fall missen.

„Ich habe 2018 Abitur gemacht und wollte noch nicht gleich studieren. Daher habe ich mich bei der Alfred-Toepfer-Akademie für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beworben“, erzählt Liza. Dass sie an einer Schule eingesetzt wird, damit hat sie allerdings nicht gerechnet. Doch jetzt ist sie mit ihrer Tätigkeit mehr als zufrieden. „Das Domgymnasium ist wirklich eine schöne Schule. Ich kann hier viel aus meinem Ökologischen Jahr machen und bin nicht nur eine zusätzliche Arbeitskraft. Hier kommt der ökologische Aspekt wirklich nicht zu kurz“, freut sie sich.

Zum FÖJ gehören 25 Seminartage, die die 19-Jährige ebenfalls sehr genießt. „Hier treffe ich die anderen, die ein FÖJ machen. Wir sind in ganz Niedersachsen vernetzt“, erzählt die Nienburgerin. Ihr Freiwilligendienst endet in den Sommerferien mit einem Abschlussseminar an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Im Domgymnasium hat Liza bereits deutliche Spuren hinterlassen. So hat sie sich dafür eingesetzt, dass die Schul-Schildkröten ein neues Außengehege bekommen. Auch die Kornnattern können sich dank Liza in einem großen, schön gestaltetem Terrarium tummeln. „Ich habe verschiedene Angebote eingeholt und hatte dann bei Ebay Glück“, berichtet sie.

In der Mensa initiierte die Abiturientin eine Bio-Woche. „In der ganzen Woche wurden nur mit Bioprodukten gekocht. Einigen hat es geschmeckt, anderen nicht und einige haben es gar nicht bemerkt“, schmunzelt sie.

Um den Kindern in der Mensa die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, hat sie Plakate aufgehängt. „Jede Woche geht es um ein anderes Thema, zum Beispiel den Wolf, die Umweltverschmutzung oder die Ölverschmutzung der Meere“, berichtet die junge Frau. Das Lesen der Aushänge hat sogar schon dazu geführt, dass es beim Warten auf das Essen nicht ganz so laut zugeht. „Die Mensaleiterin Heike Klawitter fragt schon immer nach neuen Plakaten“, berichtet die 19-Jährige lachend.

Als nächstes Projekt hat sie den Schulgarten im Visier. „Ein Bereich war bislang eine Unkrautwiese, da werden jetzt vier verschiedene Beete angelegt. Das Beet mit den Frühblühern ist schon fertig“, erzählt Liza. Gemeinsam mit der Schulgarten-AG hat sie Palettenbeete gebaut, in denen Kräuter und Gemüse für das Mittagessen gezogen werden. Im Sommer werden Tomaten und Karotten in der Pause an Lehrer und Schüler verkauft.

Nach Ende des FÖJ steht für Liza eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel an. Der ökologische Aspekt kommt dennoch nicht zu kurz. „Mein Freund hat einen Bauernhof und ich reite sehr gern“, erzählt sie. Da sie am Dog in den Lehrerberuf hineinschnuppert und die Arbeit mit Kindern kennenlernt, kann sie sich für später sogar ein Lehramtsstudium vorstellen.  ahk

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